Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Berliner Sonne nutzen: Eigenen Solarstrom produzieren & Kosten sparen

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Berlin ist als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland politisches Zentrum. Doch die Metropole möchte sich auch als Energie-Hauptstadt einen Namen machen und bis 2050 klimaneutral werden. Einen großen Beitrag dazu können Erneuerbare Energien leisten, die in Berlin nicht nur zunehmend verbraucht, sondern auch erzeugt werden sollen. Immer mehr Energie-Projekte setzen beispielsweise auf Solarenergie in Form von Solarstrom und Solarwärme.

Berliner Solarpolitik im Überblick

Politische Maßnahmen

Deutschlands Hauptstadt Berlin möchte bis 2050 klimaneutral werden. Die stadtpolitischen Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels findet man im

  • Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) und im
  • Berliner Energiewendegesetz.

Das Berliner Energiewendegesetz ist am 6. April 2016 in Kraft getreten und dient zur gesetzlichen Verankerung der Berliner Klimaschutzziele sowie den Instrumenten, um diese Ziele zu erreichen. Dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ging die Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Berlin 2050" voraus.

Masterplan Solarcity

Eine wichtige stadtpolitische Maßnahme war die Verabschiedung des Berliner Masterplan „Solarcity“, der 2019 in Kraft tritt. Dieser will private und professionelle Investorinnen und Investoren wie auch Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer (inkl. öffentliche Hand) ermutigen, auf Dach- und Fassadenflächen Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen zu installieren. Hierzu sollen in Berlin z.B. Solarkataster, Solardachbörse, Solaratlas usw. gebündelt, Online-Angebote erweitert, Aus- und Weiterbildungen intensiviert und Technische Beratungen ausgebaut werden.

In diesem Zusammenhang spielt auch der sogenannte Mieterstrom - also die solare Stromversorgung von Mietern eines Hauses über eine eigene Solaranlage - für Berlin eine entscheidende Rolle. Denn während der Anlagenausbau selbst sehr kleinteilig ist, kann die Mieterstromversorgung für eine deutliche Verbesserung der Anlagenrentabilität sorgen.

Photovoltaik-Potenzial in Berlin

In Berlin liegen große Solarpotenziale auf Dächern und Fassaden vor, die ohne Beanspruchung von Flächenressourcen und häufig "unsichtbar" genutzt werden können. Darüber hinaus bietet das Berliner Verteilnetz eine gute Aufnahmekapazität für Solarstrom. Zudem gibt es in Berlin viele verschiedene Gruppen mit unterschiedlichsten Lastprofilen, sodass Photovoltaik in Kombination mit Stromspeichern einen wichtigen Beitrag zur Berliner Stromversorgung leisten kann.

Laut Berliner Solarkataster könnten die 500.000 Dächer Berlins, die sich für die Anbringung von Solaranlagen eignen, rund 3,2 TWh (Terawatt Stunden) Solarstrom pro Jahr produzieren und damit 77% des privaten Stromverbrauchs in Berlin decken. Zur Orientierung, eines der 17 Kernkraftwerke in Deutschland produziert im Schnitt ca. 7-8 TWh/Jahr.

Laut einer Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) wären viele Dachflächen in Berlin für eine Photovoltaik-Anlage geeignet. Insgesamt könnte eine Leistung von bis zu 10 Gigawatt installiert werden. Etwas mehr als die Hälfte befindet sich auf Wohngebäuden, vor allem auf Mehrfamilienhäusern. Geeignete Dachflächen von Gebäuden mit Gewerbenutzung haben einen Anteil von 35 Prozent. Nur knapp zehn Prozent der potenziellen Solarflächen sind auf den öffentlichen Gebäuden zu finden.

Laut Berliner Solaranlagenkataster gab es im Jahr 2000 in Berlin 691 Photovoltaikanlagen, 2005 waren es 1183 und 2011 bereits 3.200. Bis zum 31. Oktober 2015 wurden rund 5.700 Anlagen installiert, die zusammen eine installierte Leistung von rund 76.000 kWp aufweisen. Theoretisch konnten 2015 mit dieser Leistung rund 17.000 Haushalte mit einem angenommenen mittleren Stromverbrauch von je 4.000 kWh/a versorgt werden.

Tabelle: Anzahl der PV-Anlagen und die bis zum 31.10.2015 installierte Anlagenleistung in den Bezirken Berlins (Erfassungsstand 31.10.2015)
Bezirk Anzahl Gesamtleistung [kWp] Durchschnittliche Leistung [kWp]
Mitte 129 4.980 38,6
Friedrichshain-Kreuzberg 114 2.507 21,99
Pankow 840 8.259 9,83
Charlottenburg-Wilmersdorf 162 3.210 19,81
Spandau 472 6.462 13,69
Steglitz-Zehlendorf 479 3.875 8,09
Tempelhof-Schöneberg 417 8.417 20,18
Neukölln 423 4.945 11,69
Treptow-Köpenick 877 9.621 10,97
Marzahn-Hellersdorf 1.003 11.784 11,75
Lichtenberg 180 7.564 42,02
Reinickendorf 477 7.694 16,13
Gesamt 5.586 79.557 14,24

Tipps zur Planung, Installation und Betrieb

Genehmigung

Der Bau einer „Standard“-Solaranlage (Photovoltaik- bzw. Solarthermie- Anlage auf dem Dach) ist laut Baugesetzbuch (BauGB) grundsätzlich genehmigungsfrei. Auch die Berliner Bauordnung sieht die Genehmigungsfreiheit vor:

"Solaranlagen in und an Dach- und Außenwandflächen sowie gebäudeunabhängig mit einer Höhe bis zu 3 m und einer Gesamtlänge bis zu 9 m, gelten als gemäß § 62 Punkt 2 als verfahrensfreie Bauvorhaben". (Bauordnung von Berlin (BauOBln) i.d.F. der Bek. v. 3. September 1997 (GVBI S. 421, 512). Letzte Änderung durch Gesetz vom 29. September 2005 (GVBI S. 495).)

In fraglichen Fällen sollte man aber eine Bauanzeige stellen. Dann muss die Behörde nachweisen, ob eine Genehmigungsfreiheit vorliegt oder nicht. Weicht die Solaranlage in Form, Größe, Standort, Beschaffenheit von den baurechtlichen Normen ab, kann es sein, dass die Anlage genehmigt werden muss. Dies gilt insbesondere für besonders große oder hohe Anlagen/Häuser, Fassadenanlagen, die aus der Gebäudehülle herausragen, Überkopfanlagen, öffentliche Gebäude und denkmalgeschützte Häuser. Daher wird empfohlen, sich vor dem Bau der Solaranlage beim Berliner Bauamt oder dem örtlichen Installateur zu erkundigen, ob die Solaranlage genehmigungsfrei gebaut werden kann.

Steuern

Wer eine Fotovoltaikanlage betreibt und Strom ins Netz einspeist und selbst für seinen Haushalt verbraucht, hat gewisse steuerliche Regularien zu beachten. Da Sie mit dem Verkauf von Strom eine unternehmerische/gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie dies innerhalb eines Monats dem zuständigen Finanzamt in Berlin mitteilen. Diese schriftliche Mitteilung kann formlos erfolgen.

Für den Betrieb einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach eines selbst genutzten Gebäudes ist eine Gewerbeanzeige nach § 14 der Gewerbeordnung in Berlin nicht erforderlich. Damit können Sie sich Verwaltungskosten sparen. Sie sind allerdings verpflichtet ihrem Berliner Finanzamt Ihre gewerbliche Tätigkeit nach § 138 Abgabenordnung (AO) anzuzeigen.

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Anlagendaten: Wissenswertes über die in Berlin installierten PV-Systeme

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten, in der Praxis gemessenen Daten der in Berlin installierten Solaranlagen. Grundlage der Datenanalyse in Berlin sind 4260 Photovoltaik-Anlagen. Dies entspricht der Anzahl der zum EEG zugelassenen Anlagen bis einschließlich 2015. Die Anlagendaten in Berlin basieren auf den Meldedaten des Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH, der gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) verpflichtet ist, die von den Anlagenbesitzern übermittelten Ertrags- und Leistungsdaten zu veröffentlichen.

Welche Anlagen-Größen gibt es in Berlin?

Typischerweise werden kleinere Anlagen bis zu 10 kW hauptsächlich von Privatleuten auf ihrem Hausdach betrieben. Größere Solaranlagen bis zu 50 kW Leistung kommen auf z. B. Flachdächern von Gewerbebetrieben in Berlin zum Einsatz. Große Anlage mit mehreren hundert kW Leistung sind hingegen i.d.R. Freiflächenanlagen. Gerade in ländlichen Gegenden gibt es deshalb aufgrund des Platzangebotes einen höheren Anteil an Großanlagen.

Die meisten Photovoltaik-Besitzer (83 Prozent) in Berlin entscheiden sich fürs eigene Dach für Solaranlagen mit Nennleistungen unter 10 kWp. 14 Prozent der Photovoltaik-Anlagen sind zwischen 10 und 50 kWp groß und nur 3 Prozent verfügen über eine Solarstromleistung von mehr als 50 kWp

So viel PV-Strom erntet eine Solaranlage in Berlin

921.08
kWh/KW pro Jahr

921.08 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr – das ist der während der letzten Jahre in der Praxis durchschnittlich in Berlin gemessene Solarertrag, heruntergerechnet auf die Leistung von 1 kW. Zum Vergleich: Gemittelt über alle Solaranlagen in Deutschland wurden pro kWp 934 kWh Sonnenstrom gemessen.

In Deutschland werden im Durchschnitt mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung 934 kWh/kWp Solarstrom pro Jahr erzeugt. Eine Familie könnte so bereits mit einer 5 kWp Photovoltaikanlage den eigenen jährlichen Stromverbrauch decken.

Wenn Sie in Berlin wissen möchten, wieviel kW Sie benötigen, um so viel Strom zu erzeugen, wie Sie verbrauchen, müssen Sie nur Ihren Stromverbrauch pro Jahr durch 921.08 teilen!

Kann ich mich mit Solarstrom autark selbst versorgen?

Bei einem durchschnittlichen Anlagenertrag von 1.000 Kilowattstunden pro Jahr je Kilowattpeak könnte ein Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh rein rechnerisch bereits mit einer Anlagengröße von ca. 4,5 kWp bedarfsdeckend mit Solarenergie versorgt werden. Da aber Stromerzeugung und -verbrauch nicht deckungsgleich sind, liegen der tatsächliche Eigenverbrauchsanteil sowie der Autarkiegrad bei dieser Anlagenkonfiguration – und einer typischen Verbrauchskurve – bei jeweils etwa 30 Prozent. Ein Drittel des solar erzeugten Stroms wird also typischerweise direkt selbst verbraucht.

921.08
kWh / Jahr

≙ 12 Personen

Theoretisch können Sie sich mit Solarstrom problemlos selbst versorgen und ohne Stromanschluss auskommen. In Berlin deckt z. B. der Jahresertrag einer durchschnittlichen Dachanlage von 12481.63 Kilowattstunden theoretisch den Strombedarf von 12 Personen.

Wie viel Modul-Leistung passt auf ein Einfamilienhaus-Dach?

0 kWpeak

Ø pro Anlage: 49 Module

In Berlin wurden von phovo insgesamt 2624 Dachanlagen ausgewertet. Im Schnitt kommen diese Photovoltaik-Anlagen auf eine Anschlussleistung von 13.55 kWp. Rein rechnerisch entspricht dies ungefähr einer Dachflächenbelegung von 49 Solarmodulen pro Dachanlage mit einer belegten Dachfläche von etwa 81 m2.

Um die Anlagenleistung, also die Summe der Leistung der einzelnen Module, ermitteln zu können, muss vorab die zur Verfügung stehende Dachfläche erfasst werden. Sind die Maße nicht aus den Bauplänen abzuleiten, kann man z. B. die Dachziegelreihen auszählen und die Ziegelmaße entsprechend hochrechnen oder das Dach mit einem Lasergerät selbst nachmessen. Zur Berechnung der für eine Solaranlage nutzbaren Dachfläche müssen davon Gauben, Dachfenster, der Kamin und verschattete Dachbereiche inklusive Sicherheitsabständen sowie den Randbereichen abgezogen werden. Anhand der typischen Modulmaße von rund 1,6 m Länge und 1 m Breite kann dann die Modulbelegung berechnet werden.

Zu beachten ist, dass Module nur als Ganzes verwendet werden können. Eine nutzbare Dachfläche von 30 m2 kann dann mit 275 Wattmodulen mit einer jeweiligen Größe von 1,6 m2 nur mit insgesamt 18 Solarmodulen belegt werden. Zudem ist entscheidend, ob diese hochkant oder quer verlegt werden können. Je nachdem kann sich die Anzahl der installierbaren Module weiter reduzieren!

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Ertragsdaten: Beispiel-Erträge und Nutzen einer 10 kW Solaranlage

Da das Thema Strom bzw. Energie immer etwas trocken ist, hat phovo Ihnen ausgerechnet, was für einen Nutzen eine 10 kW Solaranlage in Berlin noch hat, außer das elektrische Energie durch den photoelektrischen Effekt erzeugt wird. Denn Energie aus Sonnenstrahlen kann andere Energieformen ersetzen bzw. umgewandelt werden, CO2 einsparen und so das Klima schützen oder per E-Auto in vielen Kilometern umweltfreundlich verfahren werden.

So viele Kilometer können Sie mit einem Elektroauto solar fahren!

Auf einem durchschnittlichen unverschatteten Eigenheimdach lässt sich rechnerisch problemlos der Jahresstrombedarf einer fünfköpfigen Familie inklusive Strombedarf für das eigene E-Auto decken. Insbesondere die Integration von Photovoltaik und Energiespeicher kann sich daher für E-Autoeigentümer je nach elektrischem Lastprofil bzw. den sich durch das Fahrprofil ergebenden Lastgang lohnen.

Durch einen eigenen Solarakku können wesentlich mehr „grüne“ Kilometer gefahren werden als durch die ausschließliche Nutzung des direkten Stroms aus der Photovoltaikanlage. Wird der Photovoltaikstrom gespeichert, können rund drei Mal so viele Kilometer pro Jahr mit dem eigenen Solarstrom gefahren werden.

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Tesla Model S

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Renault ZOE

Ihre Photovoltaik-Anlage eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönliche Energiewende vom Haus auf die Straße auszuweiten. Denn mit solar erzeugtem Strom in der Batterie von E-Fahrrad oder Auto sind Sie in Berlin und Umgebung immer umweltfreundlich unterwegs. Fahren Sie z. B. einen Elektro-Kleinwagen mit 13 kWh Verbrauch auf 100 km dann können Sie insgesamt 63088 Kilometer ganz ohne Abgas und Gestank zurücklegen. Mit einem leistungsstärkeren E-Mobil mit höherer Reichweite und einem Stromverbrauch von 20 kWh pro 100 km schaffen Sie immerhin noch 38061 km pro Jahr!

Zum Vergleich: Soviel Brennstoff lässt sich durch Solarstrom ersetzen

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Solarstrom

  • ≙ 929L Heizöl
  • ≙ 921m3 Erdgas
  • ≙ 2193kg Holz

Eine durchschnittliche 10 kWp Solarstrom-Dachanlage kommt in Berlin auf eine jährliche Stromproduktion von 9210.8 kWh. Können Sie als Laie mit dieser Zahl etwas anfangen? Zum Vergleich haben wir diese Energiemenge umgerechnet: Diese solar produzierte Strommenge entspricht 929 Litern für Ihre Ölheizung, 921 m3 Gas für Ihre Therme oder ganzen 2193 kg Holz für Ihren Kamin!

Die Solarenergie ist die größte Energiequelle in unserer Milchstraße. Die jedes Jahr auf die Erde einstrahlende Solarenergie ist mehr als 10.000-fach so groß wie der Weltenergiebedarf der Menschheit. Heute wandeln Solarzellen diese Lichtenergie in elektrische Energie um. Umgerechnet in unsere konventionellen Energieträger können viele Liter Heizöl, Kubikmeter Gas oder Kilogramm Holz eingespart werden.

Eigenen Solarstrom rund um die Uhr speichern & selbst verbrauchen

Wer dauerhaft mehr Strom aus der eigenen Anlage nutzen will, für den lohnt es sich in vielen Fällen, einen Batteriespeicher zu installieren. Mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage lassen sich rund 30 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt selbst durch eigenen Solarstrom decken. Das meiste wird dann ins Stromnetz von Berlin eingespeist, da der Sonnenstrom abends oder nachts nicht zur Verfügung steht.

Wird die Anlage mit einem Batteriespeicher ergänzt, lässt sich der Anteil des Eigenverbrauchs auf etwa 70 Prozent erhöhen. Denn so wird der erzeugte Strom zwischengespeichert und kann später verbraucht werden. Wer eine Anschaffung plant, sollte sich zudem informieren, ob es Fördermittel wie Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen gibt.

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ohne Speicher

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mit Speicher

Mit einer speicherbasierten Solaranlage kann man mehr Strom selbst verbrauchen. Dadurch spart man auch die höheren Stromkosten des Stromanbieters ein. Mit Speicher kommt man so auf Einnahmen von 2266 Euro, ohne Speicher nur auf 1603 Euro. Ob sich ein Speicher lohnt, hängt jedoch von den Speicherkosten pro kWh ab.

Eine Wärmepumpe macht grünen Strom zu grüner Wärme

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Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Aus 9210.8 kWh Strom macht eine Luftwärmepumpe jährlich etwa 27632 kWh Heizwärme. Eine Erdwärmeheizung schafft sogar 36843 kWh umweltfreundliche Ökowärme! Theoretisch könnten so je nach baulichem Effizienz-Standard des Hauses von 461 m2 im Neubaufall bis hin zu 107 m2 eines Altbaus ganzjährig klimafreundlich beheizt werden.

Jede moderne Wärmepumpe lässt sich heute so steuern, dass sie in Abstimmung mit anderen Verbrauchern oder einem Stromspeicher mit möglichst viel eigenem Solarstrom betrieben werden kann. Abhängig von der Energieeffizienz eines Gebäudes (altes Haus, teilsaniert, Effizienz- oder Passivhaus) reduziert sich der Strombedarf aus dem öffentlichen Netz um bis zu 70 %. Das bedeutet, dass je nach Sanierungszustand des Hauses, bis zu 70 % der für die Wärmepumpe benötigten Energie aus der Photovoltaikanlage stammen.

Das lohnt sich finanziell, dass der eigene Solarstrom günstiger ist als Wärmepumpenstrom. Und es lohnt sich ökologisch. Denn kein anderes Heizungssystem erzeugt so viel Heizenergie aus Strom wie eine Wärmepumpe.

Treibhauswirksamkeit: So klimafreundlich ist Ihr Solarstrom

Kohlekraftwerke sind für den Großteil der deutschen Stromsektoremissionen von jährlich 352 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich – mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Sie gefährden die Gesundheit etlicher Menschen und tragen zur globalen Erderwärmung bei.

Die Stromgewinnung mit Solarzellen ist dagegen deutlich klimaschonender, gemäß neuerer Studien (Stand 2018) setzen Solarzellen und -module im Durchschnitt nur rund 40 Gramm Kohlendioxid-Äquivalente pro erzeugter Kilowattstunde frei (CO2-Äq./kWhel). Der Wert für Öl ist mehr als zehn-mal höher, der von Braunkohle sogar mehr als fünfzehnmal (790 bzw. 1.080 g CO2-Äq./kWhel).

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kgCO2 / Jahr

= 381 Bäume

Lässt man die vergleichsweise geringe CO2-Belastung durch die Photovoltaik selbst - die Klimabelastung (Stand 2018) von etwa 40 g CO2-äquivalente Treibhausgase pro kWh Solarstrom stammt vor allem vom Strom, der zur Herstellung der Solarzellen erforderlich ist - außer Acht, so spart eine PV-Anlage in Berlin etwa 4753 kg CO2 pro Jahr ein. Dies entspricht etwa dem CO2-Speicherpotenzial von 381 Bäumen.

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Quellenangaben: Herkunft & Erklärungen zum Solarstromprofil

Alle hier ausgewerteten Leistungswerte und Ertragskennzahl beruhen auf den meldepflichtigen EEG-Anlagen, die von den Übertragungsnetzbetreibern Tennet TSO, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW veröffentlicht wurden. Die DGS hat diese Daten bis einschließlich zum August 2015 zusammengeführt, die Daten validiert und auf Fehler geprüft. phovo.de hat diese Daten wiederum entsprechend der Postleitzahl zu den jeweiligen Städten und Gemeinden zusammengeführt. Für die Richtigkeit oder fehlerhafte Werte übernimmt phovo.de keinerlei Gewähr oder Haftung.

phovo.de hat insgesamt 1.256.789 EEG geförderte Anlagen zur Stromerzeugung in Deutschland in die dargestellten Solarprofile einbezogen. In Berlin wurden die Leistungsdaten und Ertragswerte von insgesamt 4290 Solaranlagen berücksichtigt. Hiervon produzierten 4260 Solaranlagen auf bzw. an Gebäuden oder auf Freiflächen PV-Strom.

Die Ertragskennzahl "kWh/kW" bezieht sich auf alle Betriebsjahre einer Solaranlage bis 08/2015 exklusive des Jahres der Inbetriebnahme. Dieser Kennwert kann daher als Minimal-Wert verstanden werden, da sich durch technischen Fortschritt der Ertrag pro installiertem kW Leistung tendenziell verbessert. Weicht der in Berlin dargestellte kWh-kW-Wert zu mehr als 50% vom landesweiten Durchschnitt ab, so ist der Datensatz suspekt. Meist liegen hier Tippfehler in den Stammdaten vor oder die Anlagen werden mit dem falschen Typ ("Solarstrom" anstelle von "Windkraft" o.ä.) dokumentiert.

Die dargestellte Verteilung der Anlagengröße nach Kilowatt-Leistung bezieht sich auf die gemeldete Leistung von 4260 Solaranlagen in Berlin. Je nach Anzahl der Freiflächenanlagen und auch dem zukünftigen Zubau an größeren PV-Anlagen kann die hier dargestellte Leistungsverteilung von Photovoltaik-Anlagen in Berlin nur als eine Momentaufnahme verstanden werden.

Um die benötigte Modulfläche zu ermitteln, wird die Länge mal Breite des gewünschten Modules benötigt. Z. B. haben Module mit 275 Wp häufig eine Größe von rund 1,3 m2. Teilt man 1000 Watt durch die Modulleistung, ergibt sich ein Bedarf von 3,6 Modulen. Da nur ganze Module verwendet werden können, rechnet phovo.de hier mit 4 Solarmodulen pro kW Solarleistung. Werden Module mit geringerer Leistung verwendet, so steigt selbstverständlich die benötigte Anzahl an Solarmodulen.

Ein Einpersonenhaushalt hat einen anderen Stromverbrauch als eine Großfamilie. Der Stromverbrauch hängt darüber hinaus auch von der Ausstattung mit Elektrogeräten und Lampen, dem Nutzerverhalten, von der Art der Wassererwärmung - die elektrische Warmwasserbereitung verbraucht mit etwa 500 Kilowattstunden pro Person viel mehr Strom als mit einer Zentralheizung - und von der Wohnfläche ab. Daher sind wir in unserem Vergleich der durchschnittlich mit einer Solaranlage pro Jahr erzielten Strommenge in Berlin und dem privaten Stromverbrauch vereinfachend von 1.000 kWh pro Person ausgegangen.

Laut Energieerhaltungssatz kann Energie nicht verloren gehen, sondern nur in andere Energieformen umgewandelt werden. Elektrische (Sonnen-)Energie kann dabei in alle anderen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise in Wärmeenergie, und einfach über Stromleitungen transportiert werden. Wieviel Energie in der Sonnenkraft steckt, wird zwar durch kWh ausgedrückt, anschaulicher ist aber ein Vergleich mit physisch erfassbaren Energien wie Öl, Gas oder Holz. Daher haben wir die Sonnenkraft einer 10 kW-Anlage in Berlin mit den Heizwerten für Gas (10 kWh/m3), Heizöl (11,8 kWh/m3) und Brennholz (4,2 kWh/m3) umgerechnet.

Ein- und Mehrfamilienhäuser werden in Deutschland zum Großteil noch mit Gas- und Ölheizungen beheizt. Bei den neu genehmigten Wohngebäuden nehmen Erdwärme- und Luftwärmepumpen jedoch einen immer größeren Anteil ein und zählen mittlerweile zu den beliebtesten Heizsystemen. Aus gutem Grund: Denn Sie machen aus 1 kWh Solarstrom und Zuhilfenahme von Luftwärme 3 Mal und mit Erdwärme 4 Mal so viel CO2-freie Wärme. Sie sind damit nicht nur energieeffizient, sondern verursachen auch nur sehr geringe Heizkosten. Um diesen positiven Zusammenhang zu illustrieren, haben wir die in Berlin von einer durchschnittlichen 10 kW-Solaranlage jährlich produzierten 9210.8 kWh Solarstrom in Wärme einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 umgerechnet und daraus die beheizbare Wohnfläche bei 70 kWh/m2a (Niedrigenergiehaus) und 300 kWh/m2a (nicht sanierter Altbau) berechnet.

In unserer Darstellung zum wirtschaftlichen Nutzen einer Solaranlage mit und ohne Stromspeicher wurde angenommen, dass man mit einem Stromspeicher auf einen Eigenverbrauch von rund 70% kommt. Ohne Stromspeicher lassen sich etwa 30% des eigenen PV-Stroms selber nutzen. Der jeweils nicht selbst genutzte Reststrom wird dann ins Netz eingespeist. Der selbst verbrauchte Strom wurde hier mit einem Haushaltsstrompreis von 30 Cents bewertet und der Reststrom mit einer Einspeisevergütung von 12 Cents.

Die CO2-Emissionen pro kWh unterscheiden sich je nach Brennstoff. Wird aus Braunkohle Strom erzeugt, so wird rund doppelt so viel Kohlendioxid bezogen auf den Energiegehalt emittiert wie bei der Verbrennung von Erdgas. Hinzu kommen graue Emissionen für die Förderung oder Transport. Zur Bestimmung, wieviel CO2 pro kWh Solarstrom in Berlin eingespart wird, haben wir daher den auf einem Erzeugungsmix beruhenden UBA-Wert für 2016 von 516 g CO2 pro kWh angenommen. Die CO2-Emissionen pro kWh PV-Strom wurden vereinfachend mit 0 g CO2 pro kWh bewertet. Zur Veranschaulichung der eingesparten Menge an CO2 pro kWh wurde exemplarisch das CO2-Aufnahmepotenzial einer Buche angesetzt, die pro Jahr rund 12,5 kg CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und im Holz speichern kann.

Elektroautos werden immer beliebter. Gerade in Kombination mit einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach in Berlin bieten sie eine hervorragende Möglichkeit, den Eigenstromverbrauch und somit die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage zu verbessern und zugleich umweltfreundlich und günstig Auto zu fahren. Daher haben wir exemplarisch den Stromverbrauch eines Elektro-Kleinwagens, der häufig für kurze Fahrten als Zweitwagen eingesetzt wird, und einer Oberklassen-Limousine als Beispielreferenz ausgewählt. Zur Berechnung der Reichweite wurden ein Verbrauch von 13 kWh und beim größeren Elektro-Modell 20 kWh pro 100 km angesetzt.