Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Hier finden Sie die in der Praxis gemessenen Leistungs- und Ertragsdaten von PV-Anlagen in Wiesbaden, Prognose-Werte für den Betrieb einer 10 kW-Anlage und einen Angebotsvergleich von Solarfachunternehmen in Wiesbaden:

Kurz-Übersicht:
  • Anteile Erneuerbarer Energien in Wiesbaden
  • Analyse der Wiesbadener Photovoltaik-Systeme
  • Beispiel: Nutzen & Erträge einer 10 kW-Anlage
  • Solar-Betriebe in Wiesbaden im Überblick
  • Anhang: Datenquellen & Umrechnungen

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Klimaschutz in Wiesbaden: Welchen Anteil trägt Solarstrom bei?

In Wiesbaden nimmt die Solarenergienutzung mit 37.42 Prozent (Stand Ende 2015) einen bedeutenden Anteil an der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ein.

Photovoltaik zählt inzwischen zu den preiswertesten Energieformen. Solarstrom rechnet sich für Privatleute und Unternehmen gleichermaßen und macht sich gesamtgesellschaftlich bezahlt. Der Ausbau der Solarstromerzeugung trägt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. So wurden im Jahr 2017 Emissionen mit einem Treibhausgaspotenzial von rund 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten vermieden.

Mit einer Photovoltaik-Anlage kann man auf dem eigenen Dach günstig eigenen, klimafreundlichen Solarstrom erzeugen. Immer mehr Menschen nutzen dazu auch einen Solarstromspeicher. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, speisen Sie einfach ins Stromnetz ein und erhalten hierfür eine Vergütung.

Solaranlagen in Wiesbaden: Photovoltaik-Kennzahlen im Vergleich

Mit dem Begriff Solaranlage bezeichnet man allgemein technische Anlagen, die Sonnenenergie in eine andere Energieform umwandeln. Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenenergie mittels mehrerer miteinander verbundener Solarzellen (Solarmodule) in elektrische Energie um.

Die am weitesten verbreitete Anlagen-Art ist die Aufdachanlage, bei der die Solarmodule auf dem Dach des Gebäudes mithilfe eines Montagesystems befestigt werden. Solarstromkabel transportieren dann den erzeugten Strom vom Dach zum Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in netz- bzw. hausgebrauchstauglichen Wechselstrom umwandelt.

Welchen Strombedarf deckt eine typische Solaranlage ab?

Mit der Stromproduktion kleinerer Anlagen mit weniger als 10 kWP können sich rechnerisch eine Familie mit 3 bis 4 Haushaltsmitgliedern pro Jahr selbst mit Solarstrom versorgen.

In der Praxis ist die Höhe der Deckung des Eigenbedarfs jedoch vom Verbrauchsverhalten abhängig. Da nie der gesamte Solarstrom auch verbraucht werden kann, wenn die Sonne scheint, kalkuliert man - ohne Strom in Solarbatterien zwischen zu speichern - in etwa mit einem Beitrag von rund 30%. Mit einem Solarakku lässt sich der Eigenverbrauch hingegen auf rund 70% steigern!

914.69
kWh / Jahr

≙ 16 Personen

Mit einem Durchschnittsertrag pro Anlage von rund 16769.64 kWh können in Wiesbaden der Strombedarf von rund 16 Personen gedeckt werden.

So viel PV-Strom erntet eine Solaranlage in Wiesbaden

914.69
kWh/KW pro Jahr

914.69 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr – das ist der während der letzten Jahre in der Praxis durchschnittlich in Wiesbaden gemessene Solarertrag, heruntergerechnet auf die Leistung von 1 kW. Zum Vergleich: Gemittelt über alle Solaranlagen in Deutschland wurden pro kWp 934 kWh Sonnenstrom gemessen.

In Deutschland werden im Durchschnitt mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung 934 kWh/kWp Solarstrom pro Jahr erzeugt. Eine Familie könnte so bereits mit einer 5 kWp Photovoltaikanlage den eigenen jährlichen Stromverbrauch decken.

Wenn Sie in Wiesbaden wissen möchten, wieviel kW Sie benötigen, um so viel Strom zu erzeugen, wie Sie verbrauchen, müssen Sie nur Ihren Stromverbrauch pro Jahr durch 914.69 teilen!

Anlagensegmente: So verteilt sich die Photovoltaikleistung in Wiesbaden

PV-Anlagen werden in aller Regel so ausgelegt, dass mit Ihnen im Verhältnis zum eigenen Bedarf ein möglichst hoher Eigenverbrauch erzielt werden kann. Ohne PV-Speicher fallen die Anlagen im typischen Einfamilienhaus-Segment dann um 5 kW aus. Optimiert man auf den Autarkiegrad, so wird häufig das gesamte Solardach belegt. Alternativ lässt sich eine PV-Anlage auch auf die CO2-Einsparungen bzw. den Klimaschutzbeitrag optimieren. Zwölf Kilowatt wäre hier für Dachanlagen privater Haushalte eine geeignete Größe.

Aus regulatorischen Gründen haben sich in der Vergangenheit verstärkt Anlagensegmente bei zehn Kilowatt (anteilige EEG-Umlage auf Eigenverbrauch) bei 30 Kilowatt (Pflicht zur Fernsteuerbarkeit) und ab 100 Kilowatt (verpflichtende Direktvermarktung) herausgebildet.

Die Grafik zeigt die Verteilung der Anlagengröße nach der Leistung des Solargenerators in Wiesbaden. Hier werden zu 68 % kleinere PV-Anlagen unter 10 Kilowatt Gesamtleistung genutzt. 27 % der Solaranlagen sind zwischen 10 und 50 kW stark und nur 6 % nutzen Anlagen mit mehr als 50 kW.

Wie viel Modul-Leistung passt auf ein Einfamilienhaus-Dach?

0 kWpeak

Ø pro Anlage: 67 Module

In Wiesbaden wurden von phovo insgesamt 344 Dachanlagen ausgewertet. Im Schnitt kommen diese Photovoltaik-Anlagen auf eine Anschlussleistung von 18.33 kWp. Rein rechnerisch entspricht dies ungefähr einer Dachflächenbelegung von 67 Solarmodulen pro Dachanlage mit einer belegten Dachfläche von etwa 110 m2.

Um die Anlagenleistung, also die Summe der Leistung der einzelnen Module, ermitteln zu können, muss vorab die zur Verfügung stehende Dachfläche erfasst werden. Sind die Maße nicht aus den Bauplänen abzuleiten, kann man z. B. die Dachziegelreihen auszählen und die Ziegelmaße entsprechend hochrechnen oder das Dach mit einem Lasergerät selbst nachmessen. Zur Berechnung der für eine Solaranlage nutzbaren Dachfläche müssen davon Gauben, Dachfenster, der Kamin und verschattete Dachbereiche inklusive Sicherheitsabständen sowie den Randbereichen abgezogen werden. Anhand der typischen Modulmaße von rund 1,6 m Länge und 1 m Breite kann dann die Modulbelegung berechnet werden.

Zu beachten ist, dass Module nur als Ganzes verwendet werden können. Eine nutzbare Dachfläche von 30 m2 kann dann mit 275 Wattmodulen mit einer jeweiligen Größe von 1,6 m2 nur mit insgesamt 18 Solarmodulen belegt werden. Zudem ist entscheidend, ob diese hochkant oder quer verlegt werden können. Je nachdem kann sich die Anzahl der installierbaren Module weiter reduzieren!

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Ertragsdaten: Beispiel-Erträge und Nutzen einer 10 kW Solaranlage

Da das Thema Strom bzw. Energie immer etwas trocken ist, hat phovo Ihnen ausgerechnet, was für einen Nutzen eine 10 kW Solaranlage in Wiesbaden noch hat, außer das elektrische Energie durch den photoelektrischen Effekt erzeugt wird. Denn Energie aus Sonnenstrahlen kann andere Energieformen ersetzen bzw. umgewandelt werden, CO2 einsparen und so das Klima schützen oder per E-Auto in vielen Kilometern umweltfreundlich verfahren werden.

So versorgen Sie eine Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom aus Ihrer Dachanlage

Mit Hilfe eines Energiemanagements leiten Sie Ihren Solarstrom automatisch an elektrische Verbraucher innerhalb Ihres Gebäudes weiter. Großverbraucher wie Waschmaschine, Wäschetrockner und vor Allem elektrische Heizgeräte wie klassische Elektroheizungen, Boiler oder Wärmepumpen tragen dann einen wesentlichen Anteil zu einem hohen Eigenverbrauchsanteil bei.

Ihren Solarstrom können Sie dabei entweder 1:1 in elektrische Heizwärme umwandeln. Oder deutlich effizienter zum Betrieb einer Luft/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpe verwenden: Eine Erdwärmepumpe vervierfacht Ihnen beispielsweise die 9146.9 kWh Solarstrom, eine Luftwärmepumpe verdreifacht sie immerhin noch. Eine solche Wärmemenge genügt, um in Wiesbaden ein Einfamilienhaus ein Jahr lang umweltfreundlich zu beheizen.

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kWh

Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Eine 10 kW-PV-Anlage auf Ihrem Dach in Wiesbaden erzeugt in Kombination mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe etwa 36588 kWh erneuerbare Wärme im Jahr. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe dagegen bringt etwa 27441 kWh jährlich. Je nach Wärmedämmung ihres Hauses können Sie im Durchschnitt mit 32015 kWh/Jahr einen Neubau mit 457 m2 oder einen Altbau mit 107 m2 beheizen.

Zum Vergleich: Soviel Brennstoff lässt sich durch Solarstrom ersetzen

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kWh/Jahr

Solarstrom

  • ≙ 923L Heizöl
  • ≙ 915m3 Erdgas
  • ≙ 2178kg Holz

Eine durchschnittliche 10 kWp Solarstrom-Dachanlage kommt in Wiesbaden auf eine jährliche Stromproduktion von 9146.9 kWh. Können Sie als Laie mit dieser Zahl etwas anfangen? Zum Vergleich haben wir diese Energiemenge umgerechnet: Diese solar produzierte Strommenge entspricht 923 Litern für Ihre Ölheizung, 915 m3 Gas für Ihre Therme oder ganzen 2178 kg Holz für Ihren Kamin!

Die Solarenergie ist die größte Energiequelle in unserer Milchstraße. Die jedes Jahr auf die Erde einstrahlende Solarenergie ist mehr als 10.000-fach so groß wie der Weltenergiebedarf der Menschheit. Heute wandeln Solarzellen diese Lichtenergie in elektrische Energie um. Umgerechnet in unsere konventionellen Energieträger können viele Liter Heizöl, Kubikmeter Gas oder Kilogramm Holz eingespart werden.

Wann lohnt sich ein eigener Solarstrom-Akku? Wann nicht?

Um einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erreichen, sollten Verbraucher ihren Solarstrom dann nutzen, wenn dieser zur Verfügung steht. Dies ist typischerweise in der Mittagszeit. Dabei ist darauf zu achten, dass Haushaltsgeräte wie der Herd, Waschmaschine, Wäschetrockner und Geschirrspülmaschine nacheinander betrieben werden. Sinnvoll ist dann auch das Aufladen eines Elektro-Fahrrades oder -Autos. So kann man auch ohne Stromspeicher leicht rund 30% seines Solarstroms selbst verbrauchen.

Mit einem Stromspeicher lassen sich Erzeugung und Verbrauch zeitlich trennen. Dann kann auch in den Abendstunden tagsüber produzierter Solarstrom selbst genutzt werden. So kommt man auf einen Eigenverbrauch von rund 70%. Ob die Investition technisch als auch finanziell sinnvoll ist, muss jeweils für den eigenen Fall genau geprüft werden. Nehmen Sie hierzu am besten mit einem Solar-Fachbetrieb aus Wiesbaden Kontakt auf.

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ohne Speicher

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mit Speicher

Um die Rentabilität eines PV-Speichers zu beurteilen, müssen die Kosten pro gespeicherter kWh Solarstrom (LCOS - Levelized Cost of Storage) - 2018 rund 8 bis 10 Cents - mit den Einnahmen, einerseits der Differenz aus den eingesparten Stromkosten und den LCOS, andererseits der Einspeisevergütung, gegenübergestellt werden. Ohne PV-Speicher kommt man in Wiesbaden auf einen Verdienst bzw. vermiedene Stromkosten von insgesamt 1592 Euro pro Jahr, mit PV-Akku von 2250 Euro pro Jahr.

Klimaschutz: Mit jeder kWh Solarstrom vermeiden Sie Treibhausgase

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kgCO2 / Jahr

= 378 Bäume

Werden auch Sie zum Klimaschützer! Mit einer 10 kW Solaranlage sparen Sie in Wiesbaden rund 4720 kg CO2 pro Jahr ein. Das entspricht in etwa dem Aufnahme-Potenzial von 378 Bäumen.

Photovoltaikanlagen erzeugen grünen Strom vom Dach und sparen damit CO2 ein, das sonst durch z. B. ein Kohlekraftwerk in die Atmosphäre gelangt wäre. Wie viel CO2 eingespart wird, kann man anhand der CO2-Emissionen einer Kilowattstunde Strom aus dem "deutschen Energiemix" ermitteln. Diese betragen etwa 500 bis 600 Gramm CO2 pro kWh. Auf dieser Grundlage kann man dann ermitteln, wieviele Bäume nötig wären, um diese Menge CO2 wieder aus der Luft zu reinigen.

Wir haben den Stromertrag unserer Beispiel-Photovoltaik Anlage auf einem typischen Hausdach in Wiesbaden dazu mit einer typischen Buche verglichen, die 80 Jahre braucht, um eine Tonne CO2 aus der Luft aufzunehmen.

So viele Kilometer können Sie mit einem Elektroauto solar fahren!

Auf einem durchschnittlichen unverschatteten Eigenheimdach lässt sich rechnerisch problemlos der Jahresstrombedarf einer fünfköpfigen Familie inklusive Strombedarf für das eigene E-Auto decken. Insbesondere die Integration von Photovoltaik und Energiespeicher kann sich daher für E-Autoeigentümer je nach elektrischem Lastprofil bzw. den sich durch das Fahrprofil ergebenden Lastgang lohnen.

Durch einen eigenen Solarakku können wesentlich mehr „grüne“ Kilometer gefahren werden als durch die ausschließliche Nutzung des direkten Stroms aus der Photovoltaikanlage. Wird der Photovoltaikstrom gespeichert, können rund drei Mal so viele Kilometer pro Jahr mit dem eigenen Solarstrom gefahren werden.

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Tesla Model S

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Renault ZOE

Ihre Photovoltaik-Anlage eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönliche Energiewende vom Haus auf die Straße auszuweiten. Denn mit solar erzeugtem Strom in der Batterie von E-Fahrrad oder Auto sind Sie in Wiesbaden und Umgebung immer umweltfreundlich unterwegs. Fahren Sie z. B. einen Elektro-Kleinwagen mit 13 kWh Verbrauch auf 100 km dann können Sie insgesamt 62650 Kilometer ganz ohne Abgas und Gestank zurücklegen. Mit einem leistungsstärkeren E-Mobil mit höherer Reichweite und einem Stromverbrauch von 20 kWh pro 100 km schaffen Sie immerhin noch 37797 km pro Jahr!

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Anhang: Datenursprung, Rechnungen & Erläuterungen

Alle hier dargestellten und aufbereiteten Anlagen- und Ertragsdaten basieren auf den gesetzlichen Mitteilungspflichten gegenüber den Netzbetreibern gemäß § 74a EEG. Diese Werte wurden von phovo lokal zu den jeweiligen Städten und Gemeinden zugeordnet. Die Auswertung in Wiesbaden umfasst insgesamt 552 Solaranlagen und werden nicht aktualisiert oder erweitert. Phovo erhebt keinerlei Anspruch auf die Richtigkeit der hier dargestellten Solardaten und schließt daher auch jegliche Haftung aus.

Das Kreisdiagramm der Anteile der jeweiligen Erneuerbaren Energiequelle in Wiesbaden basiert auf der aufsummierten installierten Leistung einer Energiequelle im Verhältnis zur Gesamtleistung aller Erneuerbarer Energiequellen zur Ökostromproduktion. Ausgewertet wurden die Energiequellen Solarstrom, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Klärgas und Geothermie.

Der Kennwert der produzierten Kilowattstunden Solarstrom pro installiertem Kilowatt Solarleistung bezieht sich ausschließlich auf Dachanlagen auf oder an Gebäuden in Wiesbaden und stellt somit ein geeignetes Vergleichskriterium für die allermeisten Kleinanlagen dar. Zur Berechnung wurde der durchschnittlich seit Inbetriebnahme bis Ende 2015 in Dachanlagen erzeugte Strom in das Verhältnis zur gesamten installierten Solarleistung aller Dachanlagen in Wiesbaden gesetzt. Zum Vergleich wird das deutschlandweite Verhältnis von kWh/kWp einer Gebäude-PV-Anlage angeführt, das nach gleichem Vorgehen berechnet wurde.

Zur Berechnung der Verteilung der Anlagengröße nach Leistung der PV-Anlagen in Wiesbaden wurden zunächst alle untersuchten Solaranlagen hinsichtlich ihrer Leistung in drei Klassen eingeteilt. Diese Klassen spiegeln teilweise relevante formale Regelungen (z. B. die Eigenverbrauchsabgabe ab 10 kW) zum Zeitpunkt der Erstellung wider. Um den jeweiligen Anteil einer Solarklasse an der gesamten Solarleistung in Wiesbaden zu berechnen, wurde dann die Summe der Anzahl der Anlagen der jeweiligen Klasse durch die Gesamtanzahl aller Dach- und Freiflächenanlagen in Wiesbaden dividiert.

Die Herleitung, wie viel Module eine durchschnittliche Photovoltaikanlage besitzt, basiert auf der Annahme, dass typische Solarmodule eine Leistung von 275 Wattp und eine Modulgröße von jeweils etwa 1,6 m2 besitzen. Dann wurde lediglich die durchschnittliche Leistung einer Dachanlage von 18.33 in Wiesbaden durch die beispielhaft angenommene Modulleistung geteilt und auf ganze Zahlen aufgerundet. Zur Berechnung der Dachfläche wurde dann die benötigte Anzahl mit der jeweiligen Modulfläche multipliziert.

Um zu berechnen, wie viele Personen ihren Stromverbrauch durch die durchschnittliche jährliche Stromproduktion einer Solaranlage in Wiesbaden decken können, haben wir angenommen, dass eine Person eines 4-Personen-Haushaltes auf einen Stromverbrauch von pro Jahr 1.000 Kilowattstunden kommt. Dies ist natürlich nur ein grober Schätzwert, da der Stromverbrauch eines Haushaltes in hohem Maße vom Verbrauchsverhalten und von der Ausstattung mit elektrischen Geräten, der Art des Heizungssystems und weiterer Verbraucher wie beispielweise dem Vorhandensein eines Elektroautos abhängen.

Der Vergleich der Primärenergie anhand von Solarstrom mit Erdgas, Heizöl und lufttrockenem Holz erfolgte anhand der jeweiligen Heizwerte. Hierzu wurde angenommen, dass Erdgas einen Heizwert von durchschnittlich rund 10 kWh/m3, Heizöl EL von 11,8 kWh/kg und lufttrockenes Holz einen Heizwert von 4,2 kWh/kg besitzt.

Die Wärmepumpentechnik zählt zu einer der wichtigsten Heiztechniken innerhalb der Energiewende, da sie sowohl effizient und sparsam heizt als auch dazu beiträgt, Ökostrom sinnvoll zu Heizzwecken einzusetzen. Um diesen Zusammenhang zu veranschaulichen, haben wir die Jahresstromproduktion einer 10 kW Dachanlage in Wiesbaden in die Wärmemenge umgerechnet, die eine Luftwärmepumpe und eine Solewärmepumpe erzielen würden. Hierzu haben wir einen Wirkungsgrad (Jahresarbeitszahl (JAZ)) von 3 und 4 angenommen. Da die Effizienz auch vom Dämmungsstandard abhängt, haben wir ausgehend von einer durchschnittlich produzierten Wärmemenge (JAZ 3,5) die Quadratmeterzahl berechnet, die man mit dieser Wärmemenge beheizen kann. Dazu haben wie einen Wärmebedarf eines Neubaus von 70 kWh/m2a (Niedrigenergiehaus nach EnEV 2002) und eines unsanierten Wohnhauses aus den Baujahren 1960 bis 1980 von 300 kWh/m2a angenommen.

Für die Amortisation eines PV-Speichers ist entscheidend, wie oft Hauseigentümer über die Lebensdauer seine Speicherkapazität nutzen können und damit zusätzlichen Solarstrom statt Strom aus dem Netz verbrauchen. Für gut ausgelegte PV-Systeme im Haus kann der Speicher 200 bis 250 Mal im Jahr vollständig geladen und entladen werden. Multipliziert man diesen Wert mit der Lebensdauer in Jahren und dem Energieinhalt in Kilowattstunden, so ergibt sich der zusätzlich selbst genutzte Solarstrom. Ersetzt dieser Solarstrom, der ohne Speicher ins Netz eingespeist und derzeit mit 12 Cent pro Kilowattstunde vergütet worden wäre, den Bezug von Netzstrom zu 30 Cent pro Kilowattstunde, so ergibt sich ein „Verdienst“ durch den Speicher von 18 Cent je Kilowattstunde. Beachtet werden muss, dass hiervon die Speicherkosten abgezogen werden müssen, um die Wirtschaftlichkeit beurteilen zu können.

Um die Treibhauswirksamkeit verschiedener Energieträger vergleichbar zu machen, werden sogenannte CO2-Äquivalente berechnet. Ein Gramm CO2-Äquivalent bedeutet, dass die jeweilige Mischung an Treibhausgasen so klimawirksam ist wie ein Gramm Kohlendioxid. Unsere Berechnungen zur Emissionsvermeidung durch die Nutzung von Solarenergie in Wiesbaden basieren auf einer Netto-Betrachtung. Dabei wurden die durch die Endenergiebereitstellung aus Solarenergie vermiedenen Emissionen mit denen verrechnet, die durch die Substitution fossiler Energieträger brutto auf Basis eines Kohlendioxid-Emissionsfaktors des deutschen Strommix von 0,516 Kilogramm pro Kilowattstunde in 2016 vermieden wurden. Der Energieaufwand für die Herstellung der Solarmodule wurde hier nicht mit eingerechnet.

Die hier gemachten Angaben zum Stromverbrauch beziehen sich nicht auf ein einzelnes Elektrofahrzeug bzw. Modell, sondern dienen allein Vergleichszwecken. Der Stromverbrauch und die CO2-Emissionen eines Elektrofahrzeugs hängen von der effizienten Verwendung des Energieinhalts der Batterie durch das Elektrofahrzeug ab und werden vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren (z. B. Umgebungsbedingungen) beeinflusst. Wer den Stromverbrauch unterschiedlicher Elektromobile vergleichen möchte, sollte darauf achten, dass die Werte entsprechend den vorgeschriebenen Messverfahren nach § 2 Nrn. 5, 6, 6a Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) erhoben wurden.