Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Selbst Strom zu erzeugen und zu nutzen wird für viele Hausbesitzer als auch Mieter immer interessanter. phovo.de zeigt Ihnen, wie viel Solarstrom Sie in Stuttgart erzeugen können und erklärt anschaulich anhand der tatsächlich in Stuttgart gemessenen Solarerträge und konkreter Infografiken, wie Sie mit Ihrem eigenen PV-Strom vom Dach Ihr Leben umweltfreundlicher, klimaschonender und auch günstiger gestalten können.

Navigation: Diese Inhalte bietet Ihnen unser Solar-Ratgeber
  • Bedeutung der Grünstromproduktion in Stuttgart
  • Solaranlagen in Stuttgart: Photovoltaik-Kennzahlen im Vergleich
  • So viel Energie erzeugt Ihr eigenes Solarkraftwerk!
  • Solarbetriebe in Stuttgart finden & kostenlos bis zu 5 PV-Angebote anfordern!
  • Hintergrund-Wissen: Photovoltaik-Kennzahlen und Berechnung

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Klimaschutz in Stuttgart: Welchen Anteil trägt Solarstrom bei?

In Stuttgart nimmt die Solarenergienutzung mit 87.87 Prozent (Stand Ende 2015) einen bedeutenden Anteil an der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ein.

Photovoltaik zählt inzwischen zu den preiswertesten Energieformen. Solarstrom rechnet sich für Privatleute und Unternehmen gleichermaßen und macht sich gesamtgesellschaftlich bezahlt. Der Ausbau der Solarstromerzeugung trägt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. So wurden im Jahr 2017 Emissionen mit einem Treibhausgaspotenzial von rund 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten vermieden.

Mit einer Photovoltaik-Anlage kann man auf dem eigenen Dach günstig eigenen, klimafreundlichen Solarstrom erzeugen. Immer mehr Menschen nutzen dazu auch einen Solarstromspeicher. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, speisen Sie einfach ins Stromnetz ein und erhalten hierfür eine Vergütung.

Anlagendaten: Wissenswertes über die in Stuttgart installierten PV-Systeme

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten, in der Praxis gemessenen Daten der in Stuttgart installierten Solaranlagen. Grundlage der Datenanalyse in Stuttgart sind 1745 Photovoltaik-Anlagen. Dies entspricht der Anzahl der zum EEG zugelassenen Anlagen bis einschließlich 2015. Die Anlagendaten in Stuttgart basieren auf den Meldedaten des Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW GmbH, der gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) verpflichtet ist, die von den Anlagenbesitzern übermittelten Ertrags- und Leistungsdaten zu veröffentlichen.

So viel PV-Strom erntet eine Solaranlage in Stuttgart

In Deutschland werden im Durchschnitt mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung 934 kWh/kWp Solarstrom pro Jahr erzeugt. Eine Familie könnte so bereits mit einer 5 kWp Photovoltaikanlage den eigenen jährlichen Stromverbrauch decken.

Wenn Sie in Stuttgart wissen möchten, wieviel kW Sie benötigen, um so viel Strom zu erzeugen, wie Sie verbrauchen, müssen Sie nur Ihren Stromverbrauch pro Jahr durch 1047.02 teilen!

1047.02
kWh/KW pro Jahr

1047.02 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr – das ist der während der letzten Jahre in der Praxis durchschnittlich in Stuttgart gemessene Solarertrag, heruntergerechnet auf die Leistung von 1 kW. Zum Vergleich: Gemittelt über alle Solaranlagen in Deutschland wurden pro kWp 934 kWh Sonnenstrom gemessen.

Welchen Strombedarf deckt eine typische Solaranlage ab?

1047.02
kWh / Jahr

≙ 11 Personen

Mit einem Durchschnittsertrag pro Anlage von rund 11638.91 kWh können in Stuttgart der Strombedarf von rund 11 Personen gedeckt werden.

Mit der Stromproduktion kleinerer Anlagen mit weniger als 10 kWP können sich rechnerisch eine Familie mit 3 bis 4 Haushaltsmitgliedern pro Jahr selbst mit Solarstrom versorgen.

In der Praxis ist die Höhe der Deckung des Eigenbedarfs jedoch vom Verbrauchsverhalten abhängig. Da nie der gesamte Solarstrom auch verbraucht werden kann, wenn die Sonne scheint, kalkuliert man - ohne Strom in Solarbatterien zwischen zu speichern - in etwa mit einem Beitrag von rund 30%. Mit einem Solarakku lässt sich der Eigenverbrauch hingegen auf rund 70% steigern!

Wie groß muss Ihr Dach für eine typische PV-Anlage in Stuttgart sein?

Heute werden PV-Anlagen so konzipiert, dass sie besonders wirtschaftlich betrieben werden können. Das heißt, dass es nicht immer sinnvoll ist, das gesamte Dach mit Solarmodulen zu belegen, wenn es keinen Abnehmer oder Stromspeicher für einen möglichst hohen Eigenverbrauch gibt. Bei der Planung der Dachbelegung sollte zudem beachtet werden, dass bei Spitzdächern immer nur eine Dachseite belegt werden kann und auch Gauben und Dachfenster ausgespart werden müssen. Daher kann man im Gegensatz zu einer Flachdachanlage häufig nicht die gesamte Dachfläche für eine PV-Anlage einplanen. Beim Flachdach beschränkt hingegen hauptsächlich die Statik, wieviele Module installiert werden können.

In der Praxis geht man daher von den folgenden Faustregeln aus: Auf 10 m2 Dachfläche können auf einem Satteldach rund 1 kWp Leistung installiert werden. Auf einem Flachdach kann man hingegen mit 30 m2 pro 1 kWp kalkulieren.

0 kWpeak

Ø pro Anlage: 40 Module

Im Schnitt liegt die Anlagenleistung in Stuttgart bei 11.12 kWp. Um auf die Leistung einer durchschnittlichen PV-Anlage in Stuttgart zu kommen, brauchen Sie etwa 40 moderne Solarmodule mit 60 Solarzellen und rund 275 Wattp.

Wie groß ist eine durchschnittliche PV-Anlage in Stuttgart?

Ein Großteil der Photovoltaik-Anlagenbetreiber (79 Prozent) in Stuttgart besitzen Solaranlagen mit Nennleistungen unter 10 kWp. Die Anteile der Photovoltaik-Anlagen mit 10 bis 50 kWp liegen bei 19 Prozent und die von Anlagen mit Solarstromleistungen über 50 kWpbei nur 2 Prozent.

Anlagen mit mehr als 100 kWP maximaler Leistung sind heute zumeist Freiflächenanlagen, aber auch größere Dachanlagen (z. B. auf großen Hallen) werden in dieser Größe realisiert. Photovoltaikanlagen der mittleren Größe sind fast ausschließlich Aufdachanlagen, z. B. auf Mehrfamilienhäusern und auf gewerblich oder landwirtschaftlichen genutzten Gebäuden. Kleine Anlagen mit weniger als 10 kWP findet man auf vielen Einfamilien- oder Reihenhäusern.

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Wie viel Solarenergie kann man auf einem Hausdach ernten?

Die Sonne ist seit jeher die wichtigste Energiequelle des Menschen. Sie wird direkt genutzt, zum Beispiel zum Wärmen, Trocknen oder als Lichtquelle. Aber die Sonne ist auch für Wind, Wetter und fast jegliches Pflanzenwachstum verantwortlich. Mit der Verbrennung von Holz oder dem Einsatz von Windmühlen nutzt der Mensch die Sonnenenergie schon seit Langem auch indirekt.

Die direkte Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Hierzu zählen die Photovoltaik zur Stromgewinnung und die Solarthermie zur Wärmenutzung. phovo zeigt Ihnen im Folgenden, wie viel Energie sich mit einer Photovoltaikanlage in Stuttgart aus den etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter Globalstrahlung im Jahr gewinnen und nutzen lässt.

So viele Kilometer können Sie mit einem Elektroauto solar fahren!

Auf einem durchschnittlichen unverschatteten Eigenheimdach lässt sich rechnerisch problemlos der Jahresstrombedarf einer fünfköpfigen Familie inklusive Strombedarf für das eigene E-Auto decken. Insbesondere die Integration von Photovoltaik und Energiespeicher kann sich daher für E-Autoeigentümer je nach elektrischem Lastprofil bzw. den sich durch das Fahrprofil ergebenden Lastgang lohnen.

Durch einen eigenen Solarakku können wesentlich mehr „grüne“ Kilometer gefahren werden als durch die ausschließliche Nutzung des direkten Stroms aus der Photovoltaikanlage. Wird der Photovoltaikstrom gespeichert, können rund drei Mal so viele Kilometer pro Jahr mit dem eigenen Solarstrom gefahren werden.

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Tesla Model S

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Renault ZOE

Ihre Photovoltaik-Anlage eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönliche Energiewende vom Haus auf die Straße auszuweiten. Denn mit solar erzeugtem Strom in der Batterie von E-Fahrrad oder Auto sind Sie in Stuttgart und Umgebung immer umweltfreundlich unterwegs. Fahren Sie z. B. einen Elektro-Kleinwagen mit 13 kWh Verbrauch auf 100 km dann können Sie insgesamt 71714 Kilometer ganz ohne Abgas und Gestank zurücklegen. Mit einem leistungsstärkeren E-Mobil mit höherer Reichweite und einem Stromverbrauch von 20 kWh pro 100 km schaffen Sie immerhin noch 43265 km pro Jahr!

Treibhauswirksamkeit: So klimafreundlich ist Ihr Solarstrom

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= 433 Bäume

Lässt man die vergleichsweise geringe CO2-Belastung durch die Photovoltaik selbst - die Klimabelastung (Stand 2018) von etwa 40 g CO2-äquivalente Treibhausgase pro kWh Solarstrom stammt vor allem vom Strom, der zur Herstellung der Solarzellen erforderlich ist - außer Acht, so spart eine PV-Anlage in Stuttgart etwa 5403 kg CO2 pro Jahr ein. Dies entspricht etwa dem CO2-Speicherpotenzial von 433 Bäumen.

Kohlekraftwerke sind für den Großteil der deutschen Stromsektoremissionen von jährlich 352 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich – mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Sie gefährden die Gesundheit etlicher Menschen und tragen zur globalen Erderwärmung bei.

Die Stromgewinnung mit Solarzellen ist dagegen deutlich klimaschonender, gemäß neuerer Studien (Stand 2018) setzen Solarzellen und -module im Durchschnitt nur rund 40 Gramm Kohlendioxid-Äquivalente pro erzeugter Kilowattstunde frei (CO2-Äq./kWhel). Der Wert für Öl ist mehr als zehn-mal höher, der von Braunkohle sogar mehr als fünfzehnmal (790 bzw. 1.080 g CO2-Äq./kWhel).

Wann lohnt sich ein eigener Solarstrom-Akku? Wann nicht?

Um einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erreichen, sollten Verbraucher ihren Solarstrom dann nutzen, wenn dieser zur Verfügung steht. Dies ist typischerweise in der Mittagszeit. Dabei ist darauf zu achten, dass Haushaltsgeräte wie der Herd, Waschmaschine, Wäschetrockner und Geschirrspülmaschine nacheinander betrieben werden. Sinnvoll ist dann auch das Aufladen eines Elektro-Fahrrades oder -Autos. So kann man auch ohne Stromspeicher leicht rund 30% seines Solarstroms selbst verbrauchen.

Mit einem Stromspeicher lassen sich Erzeugung und Verbrauch zeitlich trennen. Dann kann auch in den Abendstunden tagsüber produzierter Solarstrom selbst genutzt werden. So kommt man auf einen Eigenverbrauch von rund 70%. Ob die Investition technisch als auch finanziell sinnvoll ist, muss jeweils für den eigenen Fall genau geprüft werden. Nehmen Sie hierzu am besten mit einem Solar-Fachbetrieb aus Stuttgart Kontakt auf.

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ohne Speicher

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Um die Rentabilität eines PV-Speichers zu beurteilen, müssen die Kosten pro gespeicherter kWh Solarstrom (LCOS - Levelized Cost of Storage) - 2018 rund 8 bis 10 Cents - mit den Einnahmen, einerseits der Differenz aus den eingesparten Stromkosten und den LCOS, andererseits der Einspeisevergütung, gegenübergestellt werden. Ohne PV-Speicher kommt man in Stuttgart auf einen Verdienst bzw. vermiedene Stromkosten von insgesamt 1822 Euro pro Jahr, mit PV-Akku von 2576 Euro pro Jahr.

So versorgen Sie eine Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom aus Ihrer Dachanlage

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Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Eine 10 kW-PV-Anlage auf Ihrem Dach in Stuttgart erzeugt in Kombination mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe etwa 41881 kWh erneuerbare Wärme im Jahr. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe dagegen bringt etwa 31411 kWh jährlich. Je nach Wärmedämmung ihres Hauses können Sie im Durchschnitt mit 36646 kWh/Jahr einen Neubau mit 524 m2 oder einen Altbau mit 122 m2 beheizen.

Mit Hilfe eines Energiemanagements leiten Sie Ihren Solarstrom automatisch an elektrische Verbraucher innerhalb Ihres Gebäudes weiter. Großverbraucher wie Waschmaschine, Wäschetrockner und vor Allem elektrische Heizgeräte wie klassische Elektroheizungen, Boiler oder Wärmepumpen tragen dann einen wesentlichen Anteil zu einem hohen Eigenverbrauchsanteil bei.

Ihren Solarstrom können Sie dabei entweder 1:1 in elektrische Heizwärme umwandeln. Oder deutlich effizienter zum Betrieb einer Luft/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpe verwenden: Eine Erdwärmepumpe vervierfacht Ihnen beispielsweise die 10470.2 kWh Solarstrom, eine Luftwärmepumpe verdreifacht sie immerhin noch. Eine solche Wärmemenge genügt, um in Stuttgart ein Einfamilienhaus ein Jahr lang umweltfreundlich zu beheizen.

So viele (Primär-)Energie-Einheiten können Sie selbst erzeugen!

Eine 10-kW-Photovoltaik-Anlage, die Sie auf einem Stuttgarter Dach betreiben, erzeugt Ihnen einen Stromertrag von 10470.2 kWh im Jahr. Dies klingt zunächst nicht spektakulär. Doch rechnen Sie die Energie einmal in die entsprechenden Mengen an Heizöl, Erdgas oder Holz um, die benötigt würden, um eben diese Energiemenge zu erzeugen. Dann wird erst klar, wie viel Sonnenergie auf uns täglich herabscheint und wie viel wir davon gewinnen und sinnvoll nutzen können.

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Solarstrom

  • ≙ 1056L Heizöl
  • ≙ 1047m3 Erdgas
  • ≙ 2493kg Holz

Solarstrom ist Energie: Die Jahresproduktion eines 10 kW-Solargenerators entspricht in Stuttgart rund 1056 l Öl, 1047 m3 Heizgas oder 2493 kg Kaminholz.

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Hintergrund-Wissen: Photovoltaik-Kennzahlen und Berechnung

Die auf phovo.de dargestellten Solaranlagendaten und Solarerträge basieren auf der Auswertung von 1745 Solaranlagen in Stuttgart, die per staatlich festgelegter Einspeisevergütung entsprechend des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefördert wurden. Diese öffentlich verfügbaren Daten wurden von phovo.de trennscharf den jeweiligen Städten und Gemeinden in Deutschland zugeordnet und ausgewertet.

Auf phovo.de finden Sie die wichtigsten Informationen von 1.256.789 Solaranlagen aus über 10.000 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. In Stuttgart wurden insgesamt 1752 Anlagen analysiert, davon 1745 Solardach- und Freiflächenanlagen zur Ökostromproduktion. Hiervon wurden insbesondere 921 Dachanlagen für die Auswertung auf phovo.de herangezogen.

Die Bezeichnung Kilowatt Peak (kWPeak) (englisch peak „Spitze“) ist eine im Bereich Photovoltaik gebräuchliche, aber nicht normgerechte Bezeichnung für die elektrische (Spitzen-)Nennleistung von u.a. Solarmodulen. Kilowattstunden (kWh) sind eine Größeneinheit bzw. Angabe der elektrischen Arbeit, wobei diese der Leistung multipliziert mit der Zeit (h) entspricht. Die Angabe Kilowattstunden pro Kilowatt Peak gibt an, wie viel Strom pro einer Leistungseinheit erzeugt wird und kann als Kennwert zum Ertragsvergleich von Solaranlagen herangezogen werden. Durchschnittlich können Sie hierzulande mit einem Ertrag von ca. 800 kWh bis 1.000 kWh je 1 kWp installierte Photovoltaik-Leistung rechnen.

Wie groß eine Solaranlage sein soll, hing früher lediglich davon ab, wieviel Platz zur Verfügung stand. Dabei galt, je größer, desto besser, da sich die gesamte Anlage per EEG-Einspeisevergütung finanziert hatte. Heute zählt der größtmögliche Eigenverbrauch als die Größe, nach der eine Anlage ausgelegt wird. Dennoch gilt: Vorhandene Dachflächen sollten bestmöglich ausgenutzt werden, da aufgrund des hohen Fixkostenanteils bei der Anschaffung jedes weitere, über die für den Eigenverbrauch optimale Größe hinausgehende installierte Kilowatt Solarleistung nach Grenzkosten betrachtet die PV-Anlage nur marginal verteuert.

Wie ertragreich eine Photovoltaikanlage ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen unter anderem die optimale Ausrichtung der Solar-Module zur Sonne. Optimal sind Süddächer, aber auch auf Ost- und Westdächern können Anlagen wirtschaftlich sein. Wichtig ist, dass möglichst kein Schatten auf die Module fällt. Daneben ist die Globalstrahlung (direkte und diffuse Strahlung) eine wichtige Maßzahl bei der Bewertung eines PV-Standortes. Die Jahressumme der Globalstrahlung liegt in Deutschland je nach Region zwischen 1.000 und 1.200 kWh/m2 und Jahr. Daher fällt der Stromertrag im Süden Deutschlands üblicherweise etwas höher als im Norden des Landes.

Ein vierköpfiger Haushalt verbraucht im Jahr ca. 4.000 kWh Strom. Um diese Solarstrommenge zu produzieren, benötigt man ganz grob überschlagen rund 4 Kilowattpeak (1.000 Watt) Solarstromleistung. Pro Kilowattpeak benötigen Sie etwa 6 Quadratmeter Modulfläche. Um zumindest bilanziell so viel PV-Strom zu produzieren, wie eine vierköpfige Familie verbraucht, müssen Sie dann mindestens mit einer Dachanlagengröße von rund 24 Quadratmetern rechnen.

Die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie geschieht bei Photovoltaik-Anlagen in Solarzellen. Auch fossile Rohstoffe wie Öl oder Erdgas aber auch Holz sind Umwandlungsprodukte von Sonnenlicht. Um einen Vergleich zwischen den Mengen zur Bereitstellung derselben Solarstromenergie benötigten Öl-, Gas- oder Holzmengen anzustellen, kann man den Heizwert heranziehen. Dazu haben wir einen Heizwert von Erdgas mit 10 kWh/m3, von Heizöl mit 11,8 kWh/kg und von trockenem Brennholz mit 4,2 kWh/kg angenommen.

Um einen möglichst hohen Direktverbrauch zu erzielen, ist die Nutzung des erzeugten Stroms nicht nur in der Strom-, sondern auch in der Wärmeversorgung von Vorteil. Mit einer Wärmepumpe erzeugen Sie besonders effizient Wärme aus Ihrem Solarstrom. Um dies zu veranschaulichen, haben wir Ihren jährlich produzierten Solarstrom auf die Fläche umgerechnet, die Sie damit in einem Niedrigenergiehaus (nach EnEV 2002) mit 70 kWh/m2 pro Jahr und in einem ungedämmten Altbau (Baujahr 1960 - 1980) mit 300 kWh/m2 pro Jahr beheizen könnten. Dabei sind wir von einem Wirkungsgrad (JAZ) von 3,5 ausgegangen.

Wie wird Solarenergie zu Geld? Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt bei Neuanlagen derzeit etwas mehr als 12 Cent, garantiert für 20 Jahre. Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz kostet mindestens 25 Cent. Der Direktverbrauch spart also deutlich mehr ein, als der Verkauf einbringt. Daher sind auch die Erträge mit einemStromspeicher höher als ohne. Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung muss hierzu jedoch auch die Anschaffungs- bzw. Speicherkosten der Solarbatterie mit einbeziehen. Das Verhältnis vom Speichervolumen eines Batteriesystems zur Leistung der PV-Anlage und zum Stromverbrauch eines Haushalts sollte gut überlegt werden. Als Faustregel für eine durchschnittliche Haushaltsanlage mit angestrebten 60 – 70 % Eigenverbrauchsanteil gilt: Nutzbare Speicherkapazität in kWh = 1,2 bis 1,5 mal die kWpeak-Leistung der PV-Anlage

Nach dem Stand der Technik erzeugt eine Solarstromanlage bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren (je nach verwendeten Zellen) die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde. Danach produziert sie für die restliche Zeit ihrer Lebensdauer (mind. 30 Jahre) umweltfreundlichen, CO2-freien Strom. Pro Jahr spart eine PV-Anlage dann pro kWh Solarstrom rund 0,5 kg CO2 ein. Bezogen auf das Aufnahmepotenzial eines Baumes von 12,5 kg CO2/Jahr müssen nur etwa 25 kWh Solarstrom produziert werden, um den jährlichen CO2-Speichereffekt eines Baumes zu ersetzen.

Auch ein Elektroauto kann den Direktverbrauch erhöhen und dafür sorgen, dass man sich deutlich umweltfreundlicher von A nach B bewegt. Über die haushaltsübliche Steckdose dauert das Auftanken eines Elektroautos sechs bis acht Stunden, mit einer speziellen Ladestation für die Solaranlage sind die Batterien schon nach 1,5 bis zwei Stunden gefüllt. Und auch die Reichweite kann sich sehen lassen. Für einen anschaulichen Vergleich hat phovo den Jahresstromertrag einer durchschnittlichen PV-Anlage in Stuttgart in die Fahrleistung eines Kleinwagens und einer Limousine umgerechnet. Dazu wurde angenommen, dass der Kleinwagen 13 kWh auf 100 km und das deutlich größere Elektroauto 20 kWh auf 100 km benötigt.