Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Selbst Strom zu erzeugen und zu nutzen wird für viele Hausbesitzer als auch Mieter immer interessanter. phovo.de zeigt Ihnen, wie viel Solarstrom Sie in Hannover erzeugen können und erklärt anschaulich anhand der tatsächlich in Hannover gemessenen Solarerträge und konkreter Infografiken, wie Sie mit Ihrem eigenen PV-Strom vom Dach Ihr Leben umweltfreundlicher, klimaschonender und auch günstiger gestalten können.

Navigation: Diese Inhalte bietet Ihnen unser Solar-Ratgeber
  • Bedeutung der Grünstromproduktion in Hannover
  • Solaranlagen in Hannover: Photovoltaik-Kennzahlen im Vergleich
  • So viel Energie erzeugt Ihr eigenes Solarkraftwerk!
  • Solarbetriebe in Hannover finden & kostenlos bis zu 5 PV-Angebote anfordern!
  • Hintergrund-Wissen: Photovoltaik-Kennzahlen und Berechnung

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Klimaschutz in Hannover: Welchen Anteil trägt Solarstrom bei?

In Hannover nimmt die Solarenergienutzung mit 41.49 Prozent (Stand Ende 2015) einen bedeutenden Anteil an der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ein.

Photovoltaik zählt inzwischen zu den preiswertesten Energieformen. Solarstrom rechnet sich für Privatleute und Unternehmen gleichermaßen und macht sich gesamtgesellschaftlich bezahlt. Der Ausbau der Solarstromerzeugung trägt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. So wurden im Jahr 2017 Emissionen mit einem Treibhausgaspotenzial von rund 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten vermieden.

Mit einer Photovoltaik-Anlage kann man auf dem eigenen Dach günstig eigenen, klimafreundlichen Solarstrom erzeugen. Immer mehr Menschen nutzen dazu auch einen Solarstromspeicher. So können sie den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, speisen Sie einfach ins Stromnetz ein und erhalten hierfür eine Vergütung.

Anlagendaten: Wissenswertes über die in Hannover installierten PV-Systeme

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten, in der Praxis gemessenen Daten der in Hannover installierten Solaranlagen. Grundlage der Datenanalyse in Hannover sind 973 Photovoltaik-Anlagen. Dies entspricht der Anzahl der zum EEG zugelassenen Anlagen bis einschließlich 2015. Die Anlagendaten in Hannover basieren auf den Meldedaten des Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH, der gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) verpflichtet ist, die von den Anlagenbesitzern übermittelten Ertrags- und Leistungsdaten zu veröffentlichen.

Wie groß muss Ihr Dach für eine typische PV-Anlage in Hannover sein?

Heute werden PV-Anlagen so konzipiert, dass sie besonders wirtschaftlich betrieben werden können. Das heißt, dass es nicht immer sinnvoll ist, das gesamte Dach mit Solarmodulen zu belegen, wenn es keinen Abnehmer oder Stromspeicher für einen möglichst hohen Eigenverbrauch gibt. Bei der Planung der Dachbelegung sollte zudem beachtet werden, dass bei Spitzdächern immer nur eine Dachseite belegt werden kann und auch Gauben und Dachfenster ausgespart werden müssen. Daher kann man im Gegensatz zu einer Flachdachanlage häufig nicht die gesamte Dachfläche für eine PV-Anlage einplanen. Beim Flachdach beschränkt hingegen hauptsächlich die Statik, wieviele Module installiert werden können.

In der Praxis geht man daher von den folgenden Faustregeln aus: Auf 10 m2 Dachfläche können auf einem Satteldach rund 1 kWp Leistung installiert werden. Auf einem Flachdach kann man hingegen mit 30 m2 pro 1 kWp kalkulieren.

0 kWpeak

Ø pro Anlage: 86 Module

Im Schnitt liegt die Anlagenleistung in Hannover bei 23.53 kWp. Um auf die Leistung einer durchschnittlichen PV-Anlage in Hannover zu kommen, brauchen Sie etwa 86 moderne Solarmodule mit 60 Solarzellen und rund 275 Wattp.

So viel PV-Strom erntet eine Solaranlage in Hannover

936.21
kWh/KW pro Jahr

936.21 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr – das ist der während der letzten Jahre in der Praxis durchschnittlich in Hannover gemessene Solarertrag, heruntergerechnet auf die Leistung von 1 kW. Zum Vergleich: Gemittelt über alle Solaranlagen in Deutschland wurden pro kWp 934 kWh Sonnenstrom gemessen.

In Deutschland werden im Durchschnitt mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung 934 kWh/kWp Solarstrom pro Jahr erzeugt. Eine Familie könnte so bereits mit einer 5 kWp Photovoltaikanlage den eigenen jährlichen Stromverbrauch decken.

Wenn Sie in Hannover wissen möchten, wieviel kW Sie benötigen, um so viel Strom zu erzeugen, wie Sie verbrauchen, müssen Sie nur Ihren Stromverbrauch pro Jahr durch 936.21 teilen!

Anlagensegmente: So verteilt sich die Photovoltaikleistung in Hannover

PV-Anlagen werden in aller Regel so ausgelegt, dass mit Ihnen im Verhältnis zum eigenen Bedarf ein möglichst hoher Eigenverbrauch erzielt werden kann. Ohne PV-Speicher fallen die Anlagen im typischen Einfamilienhaus-Segment dann um 5 kW aus. Optimiert man auf den Autarkiegrad, so wird häufig das gesamte Solardach belegt. Alternativ lässt sich eine PV-Anlage auch auf die CO2-Einsparungen bzw. den Klimaschutzbeitrag optimieren. Zwölf Kilowatt wäre hier für Dachanlagen privater Haushalte eine geeignete Größe.

Aus regulatorischen Gründen haben sich in der Vergangenheit verstärkt Anlagensegmente bei zehn Kilowatt (anteilige EEG-Umlage auf Eigenverbrauch) bei 30 Kilowatt (Pflicht zur Fernsteuerbarkeit) und ab 100 Kilowatt (verpflichtende Direktvermarktung) herausgebildet.

Die Grafik zeigt die Verteilung der Anlagengröße nach der Leistung des Solargenerators in Hannover. Hier werden zu 73 % kleinere PV-Anlagen unter 10 Kilowatt Gesamtleistung genutzt. 22 % der Solaranlagen sind zwischen 10 und 50 kW stark und nur 5 % nutzen Anlagen mit mehr als 50 kW.

Kann ich mich mit Solarstrom autark selbst versorgen?

936.21
kWh / Jahr

≙ 22 Personen

Theoretisch können Sie sich mit Solarstrom problemlos selbst versorgen und ohne Stromanschluss auskommen. In Hannover deckt z. B. der Jahresertrag einer durchschnittlichen Dachanlage von 22029.57 Kilowattstunden theoretisch den Strombedarf von 22 Personen.

Bei einem durchschnittlichen Anlagenertrag von 1.000 Kilowattstunden pro Jahr je Kilowattpeak könnte ein Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh rein rechnerisch bereits mit einer Anlagengröße von ca. 4,5 kWp bedarfsdeckend mit Solarenergie versorgt werden. Da aber Stromerzeugung und -verbrauch nicht deckungsgleich sind, liegen der tatsächliche Eigenverbrauchsanteil sowie der Autarkiegrad bei dieser Anlagenkonfiguration – und einer typischen Verbrauchskurve – bei jeweils etwa 30 Prozent. Ein Drittel des solar erzeugten Stroms wird also typischerweise direkt selbst verbraucht.

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Wie viel Solarenergie kann man auf einem Hausdach ernten?

Die Sonne ist seit jeher die wichtigste Energiequelle des Menschen. Sie wird direkt genutzt, zum Beispiel zum Wärmen, Trocknen oder als Lichtquelle. Aber die Sonne ist auch für Wind, Wetter und fast jegliches Pflanzenwachstum verantwortlich. Mit der Verbrennung von Holz oder dem Einsatz von Windmühlen nutzt der Mensch die Sonnenenergie schon seit Langem auch indirekt.

Die direkte Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Hierzu zählen die Photovoltaik zur Stromgewinnung und die Solarthermie zur Wärmenutzung. phovo zeigt Ihnen im Folgenden, wie viel Energie sich mit einer Photovoltaikanlage in Hannover aus den etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter Globalstrahlung im Jahr gewinnen und nutzen lässt.

Solarbatterie-Rendite: Einnahmen im Vergleich

Ein Stromspeicher (auch Solar- oder PV-Stromspeicher genannt) wird dazu eingesetzt, den Solarstrom, der von den Photovoltaikzellen auf dem Dach produziert wird, zu speichern, um diesen später zum Verbrauch im Haushalt wieder bereit zu stellen. Ein Stromspeicher besteht dabei aus einer Batterie bzw. einem Akku und einer Speicherregeleung, die das Laden und das Entladen des Speichers regelt.

Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt jedoch deutlich weniger ein, als sie selbst zu verbrauchen und damit Strom aus dem Netz zu sparen. Mit einem Stromspeicher können daher höhere PV-Strom-Einnahmen als ohne erzielt werden.

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€/Jahr

ohne Speicher

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mit Speicher

Ohne PV-Batterie könnten Sie von Ihren 9362.1 kWh Solarstrom in Hannover rund ein knappes Drittel selbst verbrauchen, der Rest (70 %) ginge dann ins Stromnetz. Mit Solarstrom-Speicher könnten Sie hingegen 70 Prozent selbst nutzen! Statt 1629 Euro pro Jahr würden Sie dann 2303 Euro dazuverdienen!

Strom ohne CO2: Mit einer Photovoltaikanlage aktiv das Klima schützen

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kgCO2 / Jahr

= 387 Bäume

In Hannover sparen Sie mit Ihrer 10-kW-Anlage Emissionen in der Höhe von 4831. Um soviel CO2 aus der Atmosphäre jährlich aufzunehmen, bedürfte es 387 Bäume. Denn ein typischer Laubbaum benötigt etwa 80 Jahre, um eine Tonne CO2 zu speichern.

Der Ausbau der Photovoltaik verlief ab dem Jahrhundertwechsel äußerst dynamisch. Die installierte Leistung hat sich von rund 100 MWP im Jahr 2002 bis auf rund 11 GWP Ende 2015 mehr als verhundertfacht. Durch den geringeren CO2-Ausstoß trägt der Ausbau erneuerbarer Energien heute wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei.

Eine Photovoltaikanlage im normalen Betrieb stößt kein CO2 aus – allerdings muss die Anlage hergestellt werden und dabei kommt es auch zu umweltschädlichem CO2-Ausstoß. Laut Frauenhofer Institut dauert es im Durchschnitt zwei Jahre bis eine Photovoltaikanlage in Deutschland das CO2, das durch seine Herstellung freigesetzt wurde, wieder durch die umweltfreundliche Stromproduktion einspart.

Effizient heizen: Solarstrom für Wärmepumpen nutzen

Das Heizen mit PV-Strom gilt als eine der besten Möglichkeiten, Strom-Erzeugung und -Nutzung sinnvoll voneinander zu entkoppeln. So können nicht nur fossile Energieträger wie Heizöl oder Erdgas eingespart werden, sondern auch der Netzausbaubedarf reduziert werden. Nicht alle Heizanwendungen mit Strom sind jedoch gleich effizient.

So lässt sich Solarstrom mit einer Elektroheizung nur 1:1 zum Heizen nutzen. Wesentlich effizienter ist es jedoch, hierzu eine Wärmepumpe einzusetzen. Mit einer Erdwärmepumpe machen Sie z. B. aus den 9362.1 kWh das Vierfache, mit einer Luftwärmepumpe das Dreifache an Wärmeenergie. Diese Wärmemenge reicht aus, um in Hannover einen großen Einfamilienhaus-Neubau oder einen kleineren, nicht so gut gedämmten Altbau ein ganzes Jahr lang zu beheizen.

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kWh

Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Wer den gesamten Solarstrom der 10 kW PV-Anlage zum Betrieb einer Wärmepumpe einsetzt, der kann in Hannover mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe 37448 und mit einer Luft-Wasser 28086 kWh Wärme pro Jahr erzeugen. So könnte man rund 109 m2 eines schlecht gedämmten Altbaus oder alternativ 468 m2 eines Niedrigenergiehauses beheizen.

So viele (Primär-)Energie-Einheiten können Sie selbst erzeugen!

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kWh/Jahr

Solarstrom

  • ≙ 945L Heizöl
  • ≙ 936m3 Erdgas
  • ≙ 2229kg Holz

Solarstrom ist Energie: Die Jahresproduktion eines 10 kW-Solargenerators entspricht in Hannover rund 945 l Öl, 936 m3 Heizgas oder 2229 kg Kaminholz.

Eine 10-kW-Photovoltaik-Anlage, die Sie auf einem Hannoverer Dach betreiben, erzeugt Ihnen einen Stromertrag von 9362.1 kWh im Jahr. Dies klingt zunächst nicht spektakulär. Doch rechnen Sie die Energie einmal in die entsprechenden Mengen an Heizöl, Erdgas oder Holz um, die benötigt würden, um eben diese Energiemenge zu erzeugen. Dann wird erst klar, wie viel Sonnenergie auf uns täglich herabscheint und wie viel wir davon gewinnen und sinnvoll nutzen können.

Elektromobil in die Zukunft: Autofahren mit Solarstrom

Für viele Autofahrer kommt die Anschaffung eines Elektroautos in Frage. Denn mit Solarstrom können Sie umweltfreundlich Auto fahren, Sie tanken an ihrer eigenen Ladesäule und verbessern durch die Nutzung des eigenen Solarstroms die Wirtschaftlichkeit ihrer PV-Anlage als auch ihres Elektroautos.

Tipp: Lassen Sie schon bei der Planung der Solaranlage sicherstellen, dass später auch genügend PV-Strom für das Laden eines Elektroautos zur Verfügung steht. Dann kann man auch später bei Bedarf jederzeit und ohne viel Aufwand eine Ladelösung an den bereits mitinstallierten Ladeanschluss anbringen und auch einen Stromspeicher nachrüsten.

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Tesla Model S

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Renault ZOE

Autofahren mit eigenem Solarstrom lohnt sich: Theoretisch können Sie mit der Jahresproduktion Ihrer eigenen PV-Anlage mit 10 Kilowatt Leistung einen kleinen Elektrowagen wie den Peugeot iOn, BMW i3 oder i-MiEV ca. 64124 Kilometer weit fahren. Auch mit etwas größeren E-Autos wie dem Mercedes B 250 e und Opel Ampera-e oder den Elektro-Lieferwagen Nissan eNV200 und Peugeot Partner Electric kommen Sie auch bei schnellerer Fahrweise auf gut 38686 km/Jahr!

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Weiterführende Informationen zu den Solardaten für Hannover

Die meisten Besitzer von PV-Anlagen verbrauchen Teile ihrer Solarstromproduktion selbst und speisen den restlichen Strom ins Stromnetz ein und beziehen die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für diese Anlagen sind die Netzbetreiber seit der EEG-Novelle 2004 gemäß § 15 verpflichtet, bestimmte Anlagendaten zu veröffentlichen. Diese Anlagendaten wurden von der DGS bis Ende 2015 aufbereitet und von phovo.de nach Städten und Gemeinden zusammengefasst. Da zudem die Übermittlung der Daten in unterschiedlichen Formaten erfolgte, bilden die auf phovo.de veröffentlichten Anlagenwerte für Hannover den Ist-Stand des Jahres 2015 ab und können zudem Fehler enthalten. Für die Richtigkeit der auf phovo.de angegeben Solardaten übernehmen die Betreiber keinerlei Gewähr oder Haftung.

Bei der Berechnung der Leistungsanteile der erneuerbaren Energiequellen wurden in Hannover Solarstrom, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Strom aus Klär- und Grubengas als auch aus Tiefengeothermie berücksichtigt. Insgesamt wurden dabei 990 erneuerbare Stromerzeuger in Hannover ausgewertet. Im Bereich der Solarenergienutzung wurde eine PV-Leistung von 2408.83 kW von insgesamt 973 PV-Anlagen (Gebäude- und Freiflächenanlagen) mit einbezogen.

Der spezifische PV-Anlagenertrag kWh/(kWp*a) oder kWh/kWp/a oder kWh/kWp im Jahr bzw. kWh/kWp pro Jahr bezieht sich immer auf 1 kWp installierte PV-Leistung bezogen auf 1 Jahr (a = "anno"). Diese Kennzahl dient dazu, den Ertrag von unterschiedlich leistungsstarken Solaranlagen miteinander vergleichbar zu machen. Bei gleichen Solarmodulen und Aufstellungsbedingungen lässt sich so die Eignung des Standortes beurteilen bzw. bei gleichem Standort die Ertragsstärke des PV-Systems.

Solaranlagen mit Netzanschluss ≤ 10 kW werden in aller Regel zur Stromgewinnung auf kleineren Wohngebäuden eingesetzt. Ans Verteilnetz angeschlossene Solaranlage > 10 - 50 kW sind vielfach auf größeren Wohn- und Gewerbeimmobilien zu finden, während Solaranlagen mit > 50 kW bis hin zu mehreren MW Netzanschlussleistung Flächen-Solarparks oder große Flachdachanlagen darstellen. Ein hoher Anteil an Solaranlagen im kleineren Leistungsbereich deutet auf eine urbane Siedlungsstruktur hin, ein hoher Anteil an großen Solaranlagen auf eine eher rural geprägte Struktur.

Die durchschnittliche Nennleistung in kWp (p = "peak", auf deutsch = "Spitze") gibt die unter Normbedingungen im Labor gemessene Spitzenleistung an, die im Datenblatt jedes Solarmoduls vermerkt ist. Nutzt man die heute typischen Hochleistungsmodule mit z. B. 275 Wattp pro Modul, so benötigt man pro kWp rund 3,63 Module. Bei einer Länge von 1,65 m und einer Breite von 1 m pro Modul ergibt sich ein Flächenbedarf pro Modul von 1,65 m2. Um 1 kWp auf dem Dach zu installieren, benötigt man daher im Durchschnitt etwa 3,63 x 1,65 = 6 Module pro kWp bzw. 6 x 1,65 = 9,9 m2, also rund 10 m2 Dachfläche.

Der gesamte kWh-Anlagenertrag pro Jahr in Hannover hängt von mehreren Faktoren wie z.B. von der Ausrichtung, dem Neigungswinkel der Module als natürlich auch von der Größe der Anlage ab. Da für die Angabe der kWh/a nur Dachanlagen einbezogen wurden, kann die hier für Hannover angegebene Größe als gute Orientierung dienen. Ebenso dient die Berechnung der Personenanzahl (Annahme: 1.000 kWh/Person pro Jahr) nur zur Verdeutlichung des Solarstrombeitrags zum Haushaltsstromverbrauch.

Um Solarstrom-Einheiten von Kilowattstunde in andere Einheiten umzurechnen, kann man vereinfachend annehmen, dass 1 Liter Heizöl ≈ 1 m3 Erdgas ≈ 2 kg Brennholz ≈ 10 kWh PV-Strom entsprechen. Deutlich genauer lassen sich diese Energieeinheiten mit dem Heizwert des jeweiligen Brennstoffes umrechnen. phovo.de hat hier Erdgas 10 kWh/m3, für Heizöl EL 11,8 kWh/kg - 1 Liter Heizöl entspricht (bei 15 °C) etwa 0,84 Kilogramm Heizöl - und für lufttrockenes Holz 4,2 kWh/kg angenommen.

Mit einer Wärmepumpe können Sie Ihr Haus effizient und umweltfreundlich mit eigenem Solarstrom beheizen. Um zu berechnen, wie groß Ihre Solaranlage sein muss, können Sie den im Energieausweis angegebenen Verbrauchswert von z. B. 100 kWh/m2a heranziehen. Bei einer Wohnfläche von 120 m2 benötigen Sie demnach pro Jahr 12.000 kWh Heizwärme. Mit einer Luftwärmepumpe (JAZ = 3) würden Sie hierfür 4.000 kWh, mit einer Erdwärmepumpe (JAZ = 4) 3.000 kWh Solarstrom verbrauchen. In unserem Beispiel haben wir die Wohnfläche berechnet, die eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 in einem Neubau mit 70 kWh/m2a (Niedrigenergiehaus) und einem Altbau mit 300 kWh/m2a mit dem gesamten Solarstrom unserer Referenzanlage beheizen könnte. Es gilt jedoch zu beachten, dass Sie auch mit Stromspeicher in aller Regel nicht den gesamten von der Wärmepumpe benötigten Strom selbst produzieren können.

Photovoltaik-Anlagen werden in aller Regel so betrieben, dass ein Teil des Solarstroms selbst verbraucht wird und der restliche Anteil in das Stromnetz eingespeist wird. Die oben dargestellte Berechnung der pro Jahr ohne und mit Stromspeicher erzielten Euro-Erträge resultieren daher einerseits aus den eingesparten Stromkosten, die hier mit 0,3 Euro pro kWh angenommen wurden, und der Vergütung durch das EEG, die hier mit 0,12 Euro pro kWh bewertet wurde. Zusätzlich wurde der Eigenverbrauch ohne Speicher mit 30% und mit Speicher mit 70% gewichtet.

Im Jahr 2016 lag der CO2-Emissionsfaktor für den Strommix in Deutschland (geschätzt) bei 516 Gramm pro Kilowattstunde. Der Strommix umfasst fossile, nukleare und erneuerbare Energieträger. Läßt man Emissionen bis zur Fertigstellung einer Solaranlage außen vor, so entspricht die eingesparte Menge an CO2 in Hannover rund 0,5 kg/kWh. phovo.de hat diese CO2-Minderung mit der eines Baumes gleichgesetzt: Ein Baum ist in der Lage, rund 12,5 kg CO2 pro Jahr in seinem Holz zu speichern.

Wie weit kann man mit Solarstrom Auto fahren? Sehr weit! Liegt der Energieverbrauch Ihres Elektroautos bei 20 kWh/100 km, fahren Sie mit 5000 kWh 25.000 km pro Jahr bzw. rund 2.000 km pro Monat emissionsfrei. Natürlich gilt auch hier, wer langsamer fährt verbraucht weniger. Und je kleiner und leichter das Auto, desto weniger Strom wird verbraucht. In unserem Vergleich haben wir deshalb einen kleiner elektromotorisierten Wagen mit einem Verbrauch von 13 kWh/100 km mit einem leistungstärkeren Model mit 20 kWh/100 km verglichen. Es liegt also ganz an Ihnen, in jedem Fall fahren Sie umweltfreundlich und wesentlich günstiger als mit einem Verbrennungsmotor.