Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Lohnt sich eine Solaranlage in Hamburg?

Sie interessieren sich für eine Solaranlage in Hamburg? Hier finden Sie alle wichtigen Daten, Preise und Angebote!

Hamburg ist mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands und besitzt eine für Solarstrom-Anlagen nutzbare Dachfläche von etwa 12 km2. Trotz ihrer Lage in der norddeutschen Tiefebene ernten viele Hamburger bereits mit einer eigenen PV-Anlage Solarstrom, sparen Stromkosten und schützen das Klima.

"Photovoltaik, Solarthermie und Biomasse spielen in Hamburg eine wichtige Rolle. Zahlreiche Unternehmen dieser Branchen haben sich in Hamburg niedergelassen und die Hamburger Hochschulen widmen sich diesen und verwandten Themen – wie Elektromobilität oder Netzintegration und Speichertechnologien – sehr intensiv." (Olaf Scholz, vom 7. März 2011 bis zum 13. März 2018 Erster Bürgermeister von Hamburg)

Wir liefern Ihnen hier einen Überblick über die Bedingungen, die Ihnen Hamburg als Standort für eine Photovoltaik-Anlage bietet, darunter die in der Praxis erzielten PV-Erträge und Prognosedaten für eine 10 kW Solaranlage. Wir erklären zudem, warum sich der Betrieb einer PV-Anlage in Hamburg lohnt und zeigen Ihnen wie sie online kostenlos Angebote von Solarfachfirmen in Hamburg erhalten:

Inhaltsüberblick: Solar-Ratgeber für Hamburg
  • Vorteile & Nutzung von Solarenergie
  • Photovoltaik-Anlagen in Hamburg
  • Soviel bringt eine 10 kW-Anlage
  • Solarfirmen in Hamburg finden
  • Einzelnachweis und Datenquellen

Vorteile & Nutzung von Solarenergie in Hamburg

Seit mehr als zwei Jahrzehnten belegt die Technologie Photovoltaik eindrucksvoll, dass Strom dezentral, nah am Verbrauchsort und umweltfreundlich erzeugt werden kann. Nicht ohne Grund entschließen sich immer mehr Stromverbraucher dazu, sich eine Solaranlage anzuschaffen:

Denn wer damit Solarstrom erzeugt, senkt die Strommenge, die bisher aus der Steckdose gekauft wurde, um den Haushalt mit Strom zu versorgen. Das spart Stromkosten und macht unabhängig vom Stromlieferanten und stetig steigenden Strompreisen. Zugleich ist selbst erzeugter Solarstrom erneuerbarer Strom – geliefert von der Sonne, umweltfreundlich und ohne CO2-Emissionen.

Insgesamt trägt Hamburg mit 6860.27 Kilowatt Solarleistung (1 kWp, ausgesprochen: Kilowatt Peak) zur deutschen Energiewende bei. Die Nutzung der Solarenergie zur Stromerzeugung gehört damit in Hamburg mit 20.23 Prozent zu einer der wichtigsten Quellen erneuerbaren und klimaschonenden Stroms.

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Anlagendaten: Wissenswertes über die in Hamburg installierten PV-Systeme

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten, in der Praxis gemessenen Daten der in Hamburg installierten Solaranlagen. Grundlage der Datenanalyse in Hamburg sind 2173 Photovoltaik-Anlagen. Dies entspricht der Anzahl der zum EEG zugelassenen Anlagen bis einschließlich 2015. Die Anlagendaten in Hamburg basieren auf den Meldedaten des Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH, der gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) verpflichtet ist, die von den Anlagenbesitzern übermittelten Ertrags- und Leistungsdaten zu veröffentlichen.

So viel kWh-Solarstrom können Sie in Hamburg mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung erzeugen

Um abschätzen zu können, wieviel Strom Sie mit einer Photovoltaik-Anlage in Hamburg produzieren können, ist die Kennzahl "kWh pro kW" von Bedeutung. Denn je nach Dachgröße lassen sich unterschiedlich viele Module installieren, die in Summe eine bestimmte kW-Leistung ergeben. Mit dem für Hamburg gemessenen kWh/kW-Wert können Sie dann ganz einfach berechnen, wieviel Solarstrom Sie produzieren könnten oder, ob Ihre Photovoltaik-Anlage mehr oder weniger als der Durchschnitt produziert. Bei sehr großen Abweichungen nach unten, kann eine Überprüfung durch einen Hamburger Solarfachmann sinnvoll werden.

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kWh/KW pro Jahr

Installiert auf einem Hamburger Dach erzeugen Sie mit Ihrer PV-Anlage jährlich gut 798 kWh pro installiertem Kilowatt Peak Solarstrom. Zum Vergleich: Der bundesdeutsche Durchschnitt beträgt 934 kWh/kWp pro Jahr.

Welche Anlagen-Größen gibt es in Hamburg?

Die meisten Photovoltaik-Besitzer (76 Prozent) in Hamburg entscheiden sich fürs eigene Dach für Solaranlagen mit Nennleistungen unter 10 kWp. 18 Prozent der Photovoltaik-Anlagen sind zwischen 10 und 50 kWp groß und nur 6 Prozent verfügen über eine Solarstromleistung von mehr als 50 kWp

Typischerweise werden kleinere Anlagen bis zu 10 kW hauptsächlich von Privatleuten auf ihrem Hausdach betrieben. Größere Solaranlagen bis zu 50 kW Leistung kommen auf z. B. Flachdächern von Gewerbebetrieben in Hamburg zum Einsatz. Große Anlage mit mehreren hundert kW Leistung sind hingegen i.d.R. Freiflächenanlagen. Gerade in ländlichen Gegenden gibt es deshalb aufgrund des Platzangebotes einen höheren Anteil an Großanlagen.

Wie viele Solarmodule brauchen Sie für Ihre Wunsch-Anlage?

Die durchschnittliche Anlagenleistung in Hamburg beträgt 16.48 kWp. Als Faustregel gilt: 1 kWp ≈ 6 m2 Modulfläche. Für eine wie auf Hausdächern in Hamburg durchschnittlich dimensionierte Photovoltaik-Anlage von 16.48 kWp Leistung benötigen Sie in etwa 99 m2 Dachfläche. Aber: Viele Dächer sind nicht einfach nur rechteckig, sondern besitzen Gauben, einen Schornstein oder ein Dachfenster. Daher kann aus Platz- aber auch aus Verschattungsgründen häufig nicht das ganze Dach mit Solarmodulen belegt werden.

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Ø pro Anlage: 60 Module

Wenn Sie moderne Solarmodule mit 60 Solarzellen und rund 275 Wattp-Leistung für Ihre Solaranlage einplanen, so benötigen Sie insgesamt etwa 60 Module, um die Größe einer durchschnittlichen PV-Anlage in Hamburg zu erreichen.

Für wieviele Personen reicht Ihr Solarstrom?

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kWh / Jahr

≙ 13 Personen

Bezogen auf eine durchschnittliche PV-Anlage in Hamburg, die pro Jahr rund 13152.49 kWh Solarstrom erzeugt, ließen sich bei einem Stromverbrauch pro Kopf von grob geschätzt 1.000 kWh pro Person theoretisch rund 13 Personen mit Solarstrom pro Jahr versorgen.

Der durchschnittliche Strombedarf eines 4-köpfigen Haushaltes entspricht ganz grob überschlagen rund 4.000 kWh pro Jahr. Mit einer in Hamburg in typischer Größe genutzten Solaranlage ließe sich dieser Stromverbrauch leicht decken. Aber: Solarstrom muss sofort verbraucht werden! Da aber gerade tagsüber die Kinder in der Schule oder die Eltern bei der Arbeit sind, kann man ohne einen Stromspeicher nie die ganze Menge an selbst produziertem Solarstrom auch selber verbrauchen. Realistisch sind in etwa ein Eigenverbrauchsanteil von etwa 30%

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Ertragsdaten: Beispiel-Erträge und Nutzen einer 10 kW Solaranlage

Da das Thema Strom bzw. Energie immer etwas trocken ist, hat phovo Ihnen ausgerechnet, was für einen Nutzen eine 10 kW Solaranlage in Hamburg noch hat, außer das elektrische Energie durch den photoelektrischen Effekt erzeugt wird. Denn Energie aus Sonnenstrahlen kann andere Energieformen ersetzen bzw. umgewandelt werden, CO2 einsparen und so das Klima schützen oder per E-Auto in vielen Kilometern umweltfreundlich verfahren werden.

Wieviel Energie steckt eigentlich in der Sonnenkraft?

Eine 10-kW-Solaranlage erzielt auf einem Dach in Hamburg durchschnittlich einen Stromertrag von 7982.9 kWh pro Jahr. Dies klingt erstmal unspektakulär. Rechnet man diese Energie jedoch in die Mengen an Heizöl, Erdgas oder Holz um, die zur Produktion einer solchen Energiemenge nötig wären, so kommt man schon ins Staunen, wie viel Energie in der Sonne steckt.

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kWh/Jahr

Solarstrom

  • ≙ 805L Heizöl
  • ≙ 798m3 Erdgas
  • ≙ 1901kg Holz

In Hamburg können Sie mit einer Solaranlage pro Jahr soviel Energie produzieren, wie in 805 Litern Heizöl, 798 m3 Erdgas oder 1901 kg Brennholz steckt.

Effizient heizen: Solarstrom für Wärmepumpen nutzen

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Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Wer den gesamten Solarstrom der 10 kW PV-Anlage zum Betrieb einer Wärmepumpe einsetzt, der kann in Hamburg mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe 31932 und mit einer Luft-Wasser 23949 kWh Wärme pro Jahr erzeugen. So könnte man rund 93 m2 eines schlecht gedämmten Altbaus oder alternativ 399 m2 eines Niedrigenergiehauses beheizen.

Das Heizen mit PV-Strom gilt als eine der besten Möglichkeiten, Strom-Erzeugung und -Nutzung sinnvoll voneinander zu entkoppeln. So können nicht nur fossile Energieträger wie Heizöl oder Erdgas eingespart werden, sondern auch der Netzausbaubedarf reduziert werden. Nicht alle Heizanwendungen mit Strom sind jedoch gleich effizient.

So lässt sich Solarstrom mit einer Elektroheizung nur 1:1 zum Heizen nutzen. Wesentlich effizienter ist es jedoch, hierzu eine Wärmepumpe einzusetzen. Mit einer Erdwärmepumpe machen Sie z. B. aus den 7982.9 kWh das Vierfache, mit einer Luftwärmepumpe das Dreifache an Wärmeenergie. Diese Wärmemenge reicht aus, um in Hamburg einen großen Einfamilienhaus-Neubau oder einen kleineren, nicht so gut gedämmten Altbau ein ganzes Jahr lang zu beheizen.

Soviel verdienen Sie mit und ohne Solarstromspeicher

In der Praxis werden Sie nicht den gesamten auf Ihrem Dach erzeugten Strom selbst verbrauchen können. Mit den von einer 10-kWp-Anlage in Hamburg erzeugten 7982.9 kWh können Sie aber den Stromverbrauch Ihres Haushaltes für z. B. Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler bis hin zu Toaster, Wasserkocher und Unterhaltungselektronik reduzieren.

Bei gleichem Verbrauchsverhalten können Sie so rund 30% Ihres Solarstroms selbst verbrauchen, 70% gehen dann ins Stromnetz. Investieren Sie auch in einen zu Ihrer 10-kW-Anlage passenden Solarspeicher, können Sie den tagsüber erzeugten Solarstrom puffern und zu einem späteren Zeitpunkt abrufen. Damit erhöhen Sie die Solarstrommenge, die Sie selbst verbrauchen können: Mit Solarstromspeicher können Sie rund 70% selbst nutzen und nur 30% gehen ins Stromnetz.

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ohne Speicher

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mit Speicher

Bewertet man den selbst verbrauchten Strom mit dem Haushaltsstrompreis von 30 Cents und den eingespeisten PV-Strom mit der Einspeisvergütung von 12 Cents, so entspricht dies in Hamburg einem jährlichen Verdienst von 1389 Euro ohne Stromspeicher und jährlichen Solar-Einnahmen von 1964 Euro mit Speicher.

Klimaschutz: Mit jeder kWh Solarstrom vermeiden Sie Treibhausgase

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kgCO2 / Jahr

= 330 Bäume

Werden auch Sie zum Klimaschützer! Mit einer 10 kW Solaranlage sparen Sie in Hamburg rund 4119 kg CO2 pro Jahr ein. Das entspricht in etwa dem Aufnahme-Potenzial von 330 Bäumen.

Photovoltaikanlagen erzeugen grünen Strom vom Dach und sparen damit CO2 ein, das sonst durch z. B. ein Kohlekraftwerk in die Atmosphäre gelangt wäre. Wie viel CO2 eingespart wird, kann man anhand der CO2-Emissionen einer Kilowattstunde Strom aus dem "deutschen Energiemix" ermitteln. Diese betragen etwa 500 bis 600 Gramm CO2 pro kWh. Auf dieser Grundlage kann man dann ermitteln, wieviele Bäume nötig wären, um diese Menge CO2 wieder aus der Luft zu reinigen.

Wir haben den Stromertrag unserer Beispiel-Photovoltaik Anlage auf einem typischen Hausdach in Hamburg dazu mit einer typischen Buche verglichen, die 80 Jahre braucht, um eine Tonne CO2 aus der Luft aufzunehmen.

Solarstrom macht e-mobil: So weit fahren Sie mit Sonnenstrom!

Dank Ihrer 10-kW-PV-Anlage müssen Sie Ihre persönliche Energiewende nicht nur auf Ihr Haus beschränken. Sie können sie vielmehr auch auf die Straße bringen. Denn wer sein zwei- oder vierrädriges E-Mobil mit Solarstrom betankt, ist in Hamburg und Umgebung immer umweltfreundlich unterwegs. Voraussetzung ist eine Ladestation wie z. B. eine sogenannte Wallbox, die das E-Auto deutlicher schneller mit dem eigenen Solarstrom beladen kann als über einen herkömmlichen Hausanschluss.

Tipp: Natürlich erhöht auch ein Elektroauto den Direktverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage!

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km/Jahr

Tesla Model S

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Renault ZOE

Wenn Sie Ihren Solarstrom ausschließlich elektromobil nutzen wollen, so können Sie mit dem kleinen Elektroflitzer Renault ZOE rund 54677 km pro Jahr fahren. Mit dem Oberklasse-Modell TESLA Model S schaffen Sie es mit einer 10 kW Solaranlage in Hamburg immerhin noch auf 32987 km pro Jahr.

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Weiterführende Informationen zu den Solardaten für Hamburg

Die meisten Besitzer von PV-Anlagen verbrauchen Teile ihrer Solarstromproduktion selbst und speisen den restlichen Strom ins Stromnetz ein und beziehen die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für diese Anlagen sind die Netzbetreiber seit der EEG-Novelle 2004 gemäß § 15 verpflichtet, bestimmte Anlagendaten zu veröffentlichen. Diese Anlagendaten wurden von der DGS bis Ende 2015 aufbereitet und von phovo.de nach Städten und Gemeinden zusammengefasst. Da zudem die Übermittlung der Daten in unterschiedlichen Formaten erfolgte, bilden die auf phovo.de veröffentlichten Anlagenwerte für Hamburg den Ist-Stand des Jahres 2015 ab und können zudem Fehler enthalten. Für die Richtigkeit der auf phovo.de angegeben Solardaten übernehmen die Betreiber keinerlei Gewähr oder Haftung.

Bei der Berechnung der Leistungsanteile der erneuerbaren Energiequellen wurden in Hamburg Solarstrom, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Strom aus Klär- und Grubengas als auch aus Tiefengeothermie berücksichtigt. Insgesamt wurden dabei 2310 erneuerbare Stromerzeuger in Hamburg ausgewertet. Im Bereich der Solarenergienutzung wurde eine PV-Leistung von 6860.27 kW von insgesamt 2173 PV-Anlagen (Gebäude- und Freiflächenanlagen) mit einbezogen.

Der spezifische PV-Anlagenertrag kWh/(kWp*a) oder kWh/kWp/a oder kWh/kWp im Jahr bzw. kWh/kWp pro Jahr bezieht sich immer auf 1 kWp installierte PV-Leistung bezogen auf 1 Jahr (a = "anno"). Diese Kennzahl dient dazu, den Ertrag von unterschiedlich leistungsstarken Solaranlagen miteinander vergleichbar zu machen. Bei gleichen Solarmodulen und Aufstellungsbedingungen lässt sich so die Eignung des Standortes beurteilen bzw. bei gleichem Standort die Ertragsstärke des PV-Systems.

Solaranlagen mit Netzanschluss ≤ 10 kW werden in aller Regel zur Stromgewinnung auf kleineren Wohngebäuden eingesetzt. Ans Verteilnetz angeschlossene Solaranlage > 10 - 50 kW sind vielfach auf größeren Wohn- und Gewerbeimmobilien zu finden, während Solaranlagen mit > 50 kW bis hin zu mehreren MW Netzanschlussleistung Flächen-Solarparks oder große Flachdachanlagen darstellen. Ein hoher Anteil an Solaranlagen im kleineren Leistungsbereich deutet auf eine urbane Siedlungsstruktur hin, ein hoher Anteil an großen Solaranlagen auf eine eher rural geprägte Struktur.

Die durchschnittliche Nennleistung in kWp (p = "peak", auf deutsch = "Spitze") gibt die unter Normbedingungen im Labor gemessene Spitzenleistung an, die im Datenblatt jedes Solarmoduls vermerkt ist. Nutzt man die heute typischen Hochleistungsmodule mit z. B. 275 Wattp pro Modul, so benötigt man pro kWp rund 3,63 Module. Bei einer Länge von 1,65 m und einer Breite von 1 m pro Modul ergibt sich ein Flächenbedarf pro Modul von 1,65 m2. Um 1 kWp auf dem Dach zu installieren, benötigt man daher im Durchschnitt etwa 3,63 x 1,65 = 6 Module pro kWp bzw. 6 x 1,65 = 9,9 m2, also rund 10 m2 Dachfläche.

Der gesamte kWh-Anlagenertrag pro Jahr in Hamburg hängt von mehreren Faktoren wie z.B. von der Ausrichtung, dem Neigungswinkel der Module als natürlich auch von der Größe der Anlage ab. Da für die Angabe der kWh/a nur Dachanlagen einbezogen wurden, kann die hier für Hamburg angegebene Größe als gute Orientierung dienen. Ebenso dient die Berechnung der Personenanzahl (Annahme: 1.000 kWh/Person pro Jahr) nur zur Verdeutlichung des Solarstrombeitrags zum Haushaltsstromverbrauch.

Um Solarstrom-Einheiten von Kilowattstunde in andere Einheiten umzurechnen, kann man vereinfachend annehmen, dass 1 Liter Heizöl ≈ 1 m3 Erdgas ≈ 2 kg Brennholz ≈ 10 kWh PV-Strom entsprechen. Deutlich genauer lassen sich diese Energieeinheiten mit dem Heizwert des jeweiligen Brennstoffes umrechnen. phovo.de hat hier Erdgas 10 kWh/m3, für Heizöl EL 11,8 kWh/kg - 1 Liter Heizöl entspricht (bei 15 °C) etwa 0,84 Kilogramm Heizöl - und für lufttrockenes Holz 4,2 kWh/kg angenommen.

Mit einer Wärmepumpe können Sie Ihr Haus effizient und umweltfreundlich mit eigenem Solarstrom beheizen. Um zu berechnen, wie groß Ihre Solaranlage sein muss, können Sie den im Energieausweis angegebenen Verbrauchswert von z. B. 100 kWh/m2a heranziehen. Bei einer Wohnfläche von 120 m2 benötigen Sie demnach pro Jahr 12.000 kWh Heizwärme. Mit einer Luftwärmepumpe (JAZ = 3) würden Sie hierfür 4.000 kWh, mit einer Erdwärmepumpe (JAZ = 4) 3.000 kWh Solarstrom verbrauchen. In unserem Beispiel haben wir die Wohnfläche berechnet, die eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 in einem Neubau mit 70 kWh/m2a (Niedrigenergiehaus) und einem Altbau mit 300 kWh/m2a mit dem gesamten Solarstrom unserer Referenzanlage beheizen könnte. Es gilt jedoch zu beachten, dass Sie auch mit Stromspeicher in aller Regel nicht den gesamten von der Wärmepumpe benötigten Strom selbst produzieren können.

Photovoltaik-Anlagen werden in aller Regel so betrieben, dass ein Teil des Solarstroms selbst verbraucht wird und der restliche Anteil in das Stromnetz eingespeist wird. Die oben dargestellte Berechnung der pro Jahr ohne und mit Stromspeicher erzielten Euro-Erträge resultieren daher einerseits aus den eingesparten Stromkosten, die hier mit 0,3 Euro pro kWh angenommen wurden, und der Vergütung durch das EEG, die hier mit 0,12 Euro pro kWh bewertet wurde. Zusätzlich wurde der Eigenverbrauch ohne Speicher mit 30% und mit Speicher mit 70% gewichtet.

Im Jahr 2016 lag der CO2-Emissionsfaktor für den Strommix in Deutschland (geschätzt) bei 516 Gramm pro Kilowattstunde. Der Strommix umfasst fossile, nukleare und erneuerbare Energieträger. Läßt man Emissionen bis zur Fertigstellung einer Solaranlage außen vor, so entspricht die eingesparte Menge an CO2 in Hamburg rund 0,5 kg/kWh. phovo.de hat diese CO2-Minderung mit der eines Baumes gleichgesetzt: Ein Baum ist in der Lage, rund 12,5 kg CO2 pro Jahr in seinem Holz zu speichern.

Wie weit kann man mit Solarstrom Auto fahren? Sehr weit! Liegt der Energieverbrauch Ihres Elektroautos bei 20 kWh/100 km, fahren Sie mit 5000 kWh 25.000 km pro Jahr bzw. rund 2.000 km pro Monat emissionsfrei. Natürlich gilt auch hier, wer langsamer fährt verbraucht weniger. Und je kleiner und leichter das Auto, desto weniger Strom wird verbraucht. In unserem Vergleich haben wir deshalb einen kleiner elektromotorisierten Wagen mit einem Verbrauch von 13 kWh/100 km mit einem leistungstärkeren Model mit 20 kWh/100 km verglichen. Es liegt also ganz an Ihnen, in jedem Fall fahren Sie umweltfreundlich und wesentlich günstiger als mit einem Verbrennungsmotor.