Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Hier finden Sie die in der Praxis gemessenen Leistungs- und Ertragsdaten von PV-Anlagen in Haan, Prognose-Werte für den Betrieb einer 10 kW-Anlage und einen Angebotsvergleich von Solarfachunternehmen in Haan:

Kurz-Übersicht:
  • Anteile Erneuerbarer Energien in Haan
  • Analyse der Haaner Photovoltaik-Systeme
  • Beispiel: Nutzen & Erträge einer 10 kW-Anlage
  • Solar-Betriebe in Haan im Überblick
  • Anhang: Datenquellen & Umrechnungen

Erneuerbare in Haan: So grün ist ihre Stromproduktion

Der Zubau an Solaranlagen basiert vor Allem auf den vielen Kleinanlagen auf deutschen Dächern. In Summe zählen sie neben der Windkraft zu einer der wichtigsten deutschen Ökostrom-Quellen. Dies spiegelt sich auch in Haan wieder. Hier nimmt die Photovoltaik (Stand 2015) einen Anteil von rund 100 Prozent an der Ökostromversorgung ein.

Bis 2050 muss Deutschland seinen Ausstoß von Treibhausgasen um mindestens 80 Prozent, besser jedoch um 95 Prozent, reduzieren. Damit dies gelingen kann, ist eine deutliche Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus nötig.

Mit einer Solarstromanlage (Photovoltaik-Anlage, PV-Anlage, PVA) erzeugen Sie Sonnenstrom, den Sie im Haushalt verbrauchen können. Der Sonnenstrom ersetzt so einen Teil des Stroms, den Sie von Ihrem Stromlieferanten aus der Steckdose beziehen. Sie sparen so Stromkosten und machen sich unabhängiger vom Stromlieferanten.

Das rechnet sich, wenn Sie die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage erfüllen. Viele Menschen in Haan haben sich deshalb bereits für eine eigene Solaranlage entschieden.

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Analyse der in Haan betriebenen Solarstrom-Anlagen

Für die Planung einer PV-Anlage werden häufig bundesweit geltende Durchschnittswerte oder theoretisch hergeleitete Ertragswerte herangezogen. Diese lassen jedoch Ungenauigkeiten zu. Viel nützlicher sind hingegen die tatsächlichen Photovoltaik-Praxiswerte. Daher finden Sie im Folgenden die real gemessenen PV-Solarerträge und Leistungsdaten von Dachanlagen in Haan. Aufbauend auf diesen Praxis-Kennzahlen können Sie wesentlich besser einschätzen, welche Solarsysteme genutzt werden und mit welchem Solarertrag Sie in Haan rechnen können.

Tipp: Falls Sie bereits Besitzer einer Sonnenstrominstallation in Haan sind, können Sie mit Hilfe der nachfolgenden PV-Daten beurteilen, ob Ihre bestehende Anlage im Vergleich gut oder schlecht funktioniert.

Wieviel kWh Solarstrom lassen sich mit 1 kWp erzeugen?

Um eine PV-Anlage zu planen bzw. den eigenen Solarstromertrag beurteilen zu können, bedarf es Vergleichszahlen für den jeweiligen Standort. Die Kennzahl "Kilowattstunden pro Kilowatt" hilft Ihnen, grob abzuschätzen, wie ertragreich sich eine Solaranlage in Haan im bundesweiten Vergleich betreiben ließe. Wer bereits weiß wie viele kW Solar auf sein Dach passen, kann jetzt bereits einfach berechnen, wie viele Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr in Haan erzeugt werden können.

838.22
kWh/KW pro Jahr

Eine PV-Anlage, die auf einem Haaner Dach installiert ist, erzielt jährlich gut 838.22 kWh Solarstrom mit jedem installierten Kilowattpeak, während der Durchschnitt in ganz Deutschland bei 934 kWh/kWp pro Jahr liegt.

Typische Kilowatt-Leistung von Solaranlagen in Haan

Die Verteilung der Anlagengröße nach Leistung macht deutlich, dass in Haan die kleineren PV-Anlagen besonders häufig vorkommen: Mit 78 Prozent gibt es viele Betreiber von Solaranlagen mit einer Generatorleistung von weniger als 10 kWp.

Kleinere Photovoltaik-Anlagen bis zu 10 kW werden in Haan hauptsächlich privat auf Dächern von freistehenden Einfamilien- oder Reihenhäusern genutzt. Die etwas leistungsstärkeren Anlagen kommen häufig auf größeren Dächern, vielfach auch von gewerblich genutzten Immobilien zum Einsatz. Großanlagen über 100 kW sind meistens Anlagen auf Freiflächen wie z. B. Konversionsflächen.

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Wie viele Quadratmeter Solardach brauchen Sie in Haan?

Wenn Sie auf Ihrem Einfamilienhaus-Dach in Haan ein für den Eigenverbrauch optimales Solarstromsystem mit 5 kW Leistung installieren lassen wollen, so können Sie den Dachflächenbedarf mit folgender Faustregel herleiten:

1 kWp Leistung entspricht in etwa 6 m2 Modulfläche.

Für eine solche PV-Anlage müssten Sie also rund 30 m2 Dach einplanen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass immer Abstände zu den Rändern und First gehalten werden müssen und durch z. B. Gauben häufig verschattete Flächen nicht belegt werden sollten.

0 kWpeak

Ø pro Anlage: 61 Module

Gemittelt über alle Dachanlagen besitzt eine typische PV-Anlage in Haan eine Leistung von 16.65 kWp. Planen Sie die Anschaffung von modernen Solarmodulen mit 60 Solarzellen und rund 275 Wattp Leistung, bräuchten Sie circa 61, um damit auf die Größe einer Durchschnitt-PV-Anlage in Haan zu kommen.

Kann ich mich mit Solarstrom autark selbst versorgen?

838.22
kWh / Jahr

≙ 13 Personen

Theoretisch können Sie sich mit Solarstrom problemlos selbst versorgen und ohne Stromanschluss auskommen. In Haan deckt z. B. der Jahresertrag einer durchschnittlichen Dachanlage von 13957.67 Kilowattstunden theoretisch den Strombedarf von 13 Personen.

Bei einem durchschnittlichen Anlagenertrag von 1.000 Kilowattstunden pro Jahr je Kilowattpeak könnte ein Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh rein rechnerisch bereits mit einer Anlagengröße von ca. 4,5 kWp bedarfsdeckend mit Solarenergie versorgt werden. Da aber Stromerzeugung und -verbrauch nicht deckungsgleich sind, liegen der tatsächliche Eigenverbrauchsanteil sowie der Autarkiegrad bei dieser Anlagenkonfiguration – und einer typischen Verbrauchskurve – bei jeweils etwa 30 Prozent. Ein Drittel des solar erzeugten Stroms wird also typischerweise direkt selbst verbraucht.

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Wie viel Solarenergie kann man auf einem Hausdach ernten?

Die Sonne ist seit jeher die wichtigste Energiequelle des Menschen. Sie wird direkt genutzt, zum Beispiel zum Wärmen, Trocknen oder als Lichtquelle. Aber die Sonne ist auch für Wind, Wetter und fast jegliches Pflanzenwachstum verantwortlich. Mit der Verbrennung von Holz oder dem Einsatz von Windmühlen nutzt der Mensch die Sonnenenergie schon seit Langem auch indirekt.

Die direkte Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Hierzu zählen die Photovoltaik zur Stromgewinnung und die Solarthermie zur Wärmenutzung. phovo zeigt Ihnen im Folgenden, wie viel Energie sich mit einer Photovoltaikanlage in Haan aus den etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter Globalstrahlung im Jahr gewinnen und nutzen lässt.

So viele (Primär-)Energie-Einheiten können Sie selbst erzeugen!

Eine 10-kW-Photovoltaik-Anlage, die Sie auf einem Haaner Dach betreiben, erzeugt Ihnen einen Stromertrag von 8382.2 kWh im Jahr. Dies klingt zunächst nicht spektakulär. Doch rechnen Sie die Energie einmal in die entsprechenden Mengen an Heizöl, Erdgas oder Holz um, die benötigt würden, um eben diese Energiemenge zu erzeugen. Dann wird erst klar, wie viel Sonnenergie auf uns täglich herabscheint und wie viel wir davon gewinnen und sinnvoll nutzen können.

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kWh/Jahr

Solarstrom

  • ≙ 846L Heizöl
  • ≙ 838m3 Erdgas
  • ≙ 1996kg Holz

Solarstrom ist Energie: Die Jahresproduktion eines 10 kW-Solargenerators entspricht in Haan rund 846 l Öl, 838 m3 Heizgas oder 1996 kg Kaminholz.

Heizen mit Solarstrom: So viele kWh Wärme machen Sie aus Sonnenenergie

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kWh

Erdwärmepumpe

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kWh

Luftwärmepumpe

Je besser ein Gebäude gedämmt ist und je niedriger die zum Betrieb der Heizflächen (Fußboden-/ Wandheizung) notwendige Temperatur ist, desto günstiger wird das Heizen mit einer Wärmepumpe. Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang, wenn man sich ausrechnet, wie viele m2 man bei unterschiedlichem Dämmstandard eines Alt- und eines Neubaus beheizen kann.

Power-to-Heat ist ein Zauberwort der Sektorenkopplung in Deutschland. Im Einzelnen bedeutet dies, dass man seinen eigens produzierten PV-Strom einfach zum Heizen einsetzt und damit aus Strom ("Power") Wärme ("Heat") erzeugt. In der einfachsten Form können Sie dazu einen Heizstab in Ihrem Brauchwasser- oder Pufferspeicher oder eine wohligwarme Infrarotheizung betreiben. 1 kWh Solarstrom wird dann nahezu in eine kWh Wärme umgewandelt.

Deutlich mehr Wärme erzeugt eine Wärmepumpe aus Ihrem Solarstrom, da diese zusätzlich Umweltwärme aus der Luft oder der Erde nutzt. Mit Hilfe einer sogenannten Sole/Wasser-Wärmepumpe können Sie Ihre 8382.2 kWh Solarstrom in die vierfache, mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe immerhin im Schnitt in gut die dreifache Menge an umweltfreundlicher Wärme umwandeln.

Solarbatterie-Rendite: Einnahmen im Vergleich

Ein Stromspeicher (auch Solar- oder PV-Stromspeicher genannt) wird dazu eingesetzt, den Solarstrom, der von den Photovoltaikzellen auf dem Dach produziert wird, zu speichern, um diesen später zum Verbrauch im Haushalt wieder bereit zu stellen. Ein Stromspeicher besteht dabei aus einer Batterie bzw. einem Akku und einer Speicherregeleung, die das Laden und das Entladen des Speichers regelt.

Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt jedoch deutlich weniger ein, als sie selbst zu verbrauchen und damit Strom aus dem Netz zu sparen. Mit einem Stromspeicher können daher höhere PV-Strom-Einnahmen als ohne erzielt werden.

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€/Jahr

ohne Speicher

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€/Jahr

mit Speicher

Ohne PV-Batterie könnten Sie von Ihren 8382.2 kWh Solarstrom in Haan rund ein knappes Drittel selbst verbrauchen, der Rest (70 %) ginge dann ins Stromnetz. Mit Solarstrom-Speicher könnten Sie hingegen 70 Prozent selbst nutzen! Statt 1459 Euro pro Jahr würden Sie dann 2062 Euro dazuverdienen!

Klimaschutz: Mit jeder kWh Solarstrom vermeiden Sie Treibhausgase

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kgCO2 / Jahr

= 346 Bäume

Werden auch Sie zum Klimaschützer! Mit einer 10 kW Solaranlage sparen Sie in Haan rund 4325 kg CO2 pro Jahr ein. Das entspricht in etwa dem Aufnahme-Potenzial von 346 Bäumen.

Photovoltaikanlagen erzeugen grünen Strom vom Dach und sparen damit CO2 ein, das sonst durch z. B. ein Kohlekraftwerk in die Atmosphäre gelangt wäre. Wie viel CO2 eingespart wird, kann man anhand der CO2-Emissionen einer Kilowattstunde Strom aus dem "deutschen Energiemix" ermitteln. Diese betragen etwa 500 bis 600 Gramm CO2 pro kWh. Auf dieser Grundlage kann man dann ermitteln, wieviele Bäume nötig wären, um diese Menge CO2 wieder aus der Luft zu reinigen.

Wir haben den Stromertrag unserer Beispiel-Photovoltaik Anlage auf einem typischen Hausdach in Haan dazu mit einer typischen Buche verglichen, die 80 Jahre braucht, um eine Tonne CO2 aus der Luft aufzunehmen.

Sonne im Tank: Das Elektroauto mit eigenem Solarstrom beladen

Immer mehr Deutsche fahren ein Elektroauto. Betankt mit Ökostrom, bewegt man sich ganz umweltfreundlich von A nach B. Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage in Haan besitzt, der kann bequem seinen eigenen Solarstrom verwenden und die Rentabilität der Fotovoltaikanlage weiter steigern.

Mit einer privaten Ladestation können Sie direkt am PKW-Stellplatz Ihr Elektro-Auto tagsüber mit den Überschüssen der PV-Anlage aufladen. Ist in Verbindung mit der PV-Anlage ein Stromspeicher installiert, können Sie den tagsüber gespeicherten PV-Strom auch dazu nutzen, Ihr Elektrofahrzeug über Nacht aufzuladen.

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km/Jahr

Tesla Model S

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km/Jahr

Renault ZOE

Mit einem elektrisch betriebenen Wagen (z. B. Renault Fluence Z.E., Sion, Tesla Model 3 oder Kia Soul EV PLAY) können Sie mit Ihrem Solarstromertrag von 8382.2 kWh bis zu 57412 km fahren. Mit einem größeren E-Auto wie z. B. dem Tesla Model S oder Nissan Leaf kommen Sie jährlich auf eine Reichweite von 34637 km.

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Hintergrund-Wissen: Photovoltaik-Kennzahlen und Berechnung

Die auf phovo.de dargestellten Solaranlagendaten und Solarerträge basieren auf der Auswertung von 119 Solaranlagen in Haan, die per staatlich festgelegter Einspeisevergütung entsprechend des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefördert wurden. Diese öffentlich verfügbaren Daten wurden von phovo.de trennscharf den jeweiligen Städten und Gemeinden in Deutschland zugeordnet und ausgewertet.

Auf phovo.de finden Sie die wichtigsten Informationen von 1.256.789 Solaranlagen aus über 10.000 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. In Haan wurden insgesamt 119 Anlagen analysiert, davon 119 Solardach- und Freiflächenanlagen zur Ökostromproduktion. Hiervon wurden insbesondere 76 Dachanlagen für die Auswertung auf phovo.de herangezogen.

Die Bezeichnung Kilowatt Peak (kWPeak) (englisch peak „Spitze“) ist eine im Bereich Photovoltaik gebräuchliche, aber nicht normgerechte Bezeichnung für die elektrische (Spitzen-)Nennleistung von u.a. Solarmodulen. Kilowattstunden (kWh) sind eine Größeneinheit bzw. Angabe der elektrischen Arbeit, wobei diese der Leistung multipliziert mit der Zeit (h) entspricht. Die Angabe Kilowattstunden pro Kilowatt Peak gibt an, wie viel Strom pro einer Leistungseinheit erzeugt wird und kann als Kennwert zum Ertragsvergleich von Solaranlagen herangezogen werden. Durchschnittlich können Sie hierzulande mit einem Ertrag von ca. 800 kWh bis 1.000 kWh je 1 kWp installierte Photovoltaik-Leistung rechnen.

Wie groß eine Solaranlage sein soll, hing früher lediglich davon ab, wieviel Platz zur Verfügung stand. Dabei galt, je größer, desto besser, da sich die gesamte Anlage per EEG-Einspeisevergütung finanziert hatte. Heute zählt der größtmögliche Eigenverbrauch als die Größe, nach der eine Anlage ausgelegt wird. Dennoch gilt: Vorhandene Dachflächen sollten bestmöglich ausgenutzt werden, da aufgrund des hohen Fixkostenanteils bei der Anschaffung jedes weitere, über die für den Eigenverbrauch optimale Größe hinausgehende installierte Kilowatt Solarleistung nach Grenzkosten betrachtet die PV-Anlage nur marginal verteuert.

Wie ertragreich eine Photovoltaikanlage ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen unter anderem die optimale Ausrichtung der Solar-Module zur Sonne. Optimal sind Süddächer, aber auch auf Ost- und Westdächern können Anlagen wirtschaftlich sein. Wichtig ist, dass möglichst kein Schatten auf die Module fällt. Daneben ist die Globalstrahlung (direkte und diffuse Strahlung) eine wichtige Maßzahl bei der Bewertung eines PV-Standortes. Die Jahressumme der Globalstrahlung liegt in Deutschland je nach Region zwischen 1.000 und 1.200 kWh/m2 und Jahr. Daher fällt der Stromertrag im Süden Deutschlands üblicherweise etwas höher als im Norden des Landes.

Ein vierköpfiger Haushalt verbraucht im Jahr ca. 4.000 kWh Strom. Um diese Solarstrommenge zu produzieren, benötigt man ganz grob überschlagen rund 4 Kilowattpeak (1.000 Watt) Solarstromleistung. Pro Kilowattpeak benötigen Sie etwa 6 Quadratmeter Modulfläche. Um zumindest bilanziell so viel PV-Strom zu produzieren, wie eine vierköpfige Familie verbraucht, müssen Sie dann mindestens mit einer Dachanlagengröße von rund 24 Quadratmetern rechnen.

Die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie geschieht bei Photovoltaik-Anlagen in Solarzellen. Auch fossile Rohstoffe wie Öl oder Erdgas aber auch Holz sind Umwandlungsprodukte von Sonnenlicht. Um einen Vergleich zwischen den Mengen zur Bereitstellung derselben Solarstromenergie benötigten Öl-, Gas- oder Holzmengen anzustellen, kann man den Heizwert heranziehen. Dazu haben wir einen Heizwert von Erdgas mit 10 kWh/m3, von Heizöl mit 11,8 kWh/kg und von trockenem Brennholz mit 4,2 kWh/kg angenommen.

Um einen möglichst hohen Direktverbrauch zu erzielen, ist die Nutzung des erzeugten Stroms nicht nur in der Strom-, sondern auch in der Wärmeversorgung von Vorteil. Mit einer Wärmepumpe erzeugen Sie besonders effizient Wärme aus Ihrem Solarstrom. Um dies zu veranschaulichen, haben wir Ihren jährlich produzierten Solarstrom auf die Fläche umgerechnet, die Sie damit in einem Niedrigenergiehaus (nach EnEV 2002) mit 70 kWh/m2 pro Jahr und in einem ungedämmten Altbau (Baujahr 1960 - 1980) mit 300 kWh/m2 pro Jahr beheizen könnten. Dabei sind wir von einem Wirkungsgrad (JAZ) von 3,5 ausgegangen.

Wie wird Solarenergie zu Geld? Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt bei Neuanlagen derzeit etwas mehr als 12 Cent, garantiert für 20 Jahre. Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz kostet mindestens 25 Cent. Der Direktverbrauch spart also deutlich mehr ein, als der Verkauf einbringt. Daher sind auch die Erträge mit einemStromspeicher höher als ohne. Eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung muss hierzu jedoch auch die Anschaffungs- bzw. Speicherkosten der Solarbatterie mit einbeziehen. Das Verhältnis vom Speichervolumen eines Batteriesystems zur Leistung der PV-Anlage und zum Stromverbrauch eines Haushalts sollte gut überlegt werden. Als Faustregel für eine durchschnittliche Haushaltsanlage mit angestrebten 60 – 70 % Eigenverbrauchsanteil gilt: Nutzbare Speicherkapazität in kWh = 1,2 bis 1,5 mal die kWpeak-Leistung der PV-Anlage

Nach dem Stand der Technik erzeugt eine Solarstromanlage bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren (je nach verwendeten Zellen) die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde. Danach produziert sie für die restliche Zeit ihrer Lebensdauer (mind. 30 Jahre) umweltfreundlichen, CO2-freien Strom. Pro Jahr spart eine PV-Anlage dann pro kWh Solarstrom rund 0,5 kg CO2 ein. Bezogen auf das Aufnahmepotenzial eines Baumes von 12,5 kg CO2/Jahr müssen nur etwa 25 kWh Solarstrom produziert werden, um den jährlichen CO2-Speichereffekt eines Baumes zu ersetzen.

Auch ein Elektroauto kann den Direktverbrauch erhöhen und dafür sorgen, dass man sich deutlich umweltfreundlicher von A nach B bewegt. Über die haushaltsübliche Steckdose dauert das Auftanken eines Elektroautos sechs bis acht Stunden, mit einer speziellen Ladestation für die Solaranlage sind die Batterien schon nach 1,5 bis zwei Stunden gefüllt. Und auch die Reichweite kann sich sehen lassen. Für einen anschaulichen Vergleich hat phovo den Jahresstromertrag einer durchschnittlichen PV-Anlage in Haan in die Fahrleistung eines Kleinwagens und einer Limousine umgerechnet. Dazu wurde angenommen, dass der Kleinwagen 13 kWh auf 100 km und das deutlich größere Elektroauto 20 kWh auf 100 km benötigt.