Wie funktioniert Phovo?

Auf phovo.de finden Sie für die größten Städte in Deutschland "Solarprofile", die über den Stand und weiteren Ausbau ihrer jeweiligen Solarenergienutzung informieren. Ziel ist es, den grundsätzlich an Photovoltaik interessierten Bürgern als auch den Bürgern, die sich konkret für die Installation einer Anlage interessieren, alle stadtspezifischen Informationen auf einer Seite gebündelt zu präsentieren.

phovo.de bietet Investoren und Betreibern von Photovoltaikanlagen eine solide Bewertungsgrundlage, die Energieerträge ihrer PV-Anlage mit in der Praxis gemessenen Ertragswerten zu vergleichen und zu analysieren. Überdies finden Sie alle wichtigen städtischen und kommunalen Informationen zur Planung und Bau einer Photovoltaikanlage.

Auf phovo.de finden Sie für jede Stadt in Deutschland die in der Praxis gemessenen Erträge von Solaranlagen.

Um in den nächsten Jahren die Versorgung eines Industrielandes wie Deutschland aus Erneuerbaren Energien zu erreichen, wird sich der Solarstrombedarf in Deutschland in den nächsten Jahren vervielfachen. phovo.de zeigt Ihnen, welchen Beitrag die Solarenergienutzung in Gevelsberg hierzu leistet.

Inhaltsverzeichnis
  • Klimaschutz in Gevelsberg: Welchen Anteil trägt Solarstrom bei?
  • Wichtige Daten & Fakten über Fotovoltaik-Anlagen in Gevelsberg
  • Wie viel Solarenergie kann man auf einem Hausdach ernten?
  • Solar-Fachbetriebe in Gevelsberg online erreichen und kostenlos vergleichen!
  • Anhang: Datenursprung, Rechnungen & Erläuterungen

Verbreitung der Solarenergie-Nutzung in Gevelsberg

In Gevelsberg hat der Anteil der Solarstromanlagen an der Erneuerbaren Stromerzeugung in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Mit 240.435 nimmt die Photovoltaik bereits Ende 2015 einen Anteil von rund 100 Prozent an den Erneuerbaren zur Stromproduktion ein.

Die Photovoltaik (PV) hat sich als Möglichkeit zur dezentralen, verbrauchsnahen und ökologischen Stromerzeugung bestens bewährt und spielt in unserer heutigen, nachhaltigen Energieversorgung eine gewichtige Rolle: Bereits im Jahr 2017 deckte die PV mit einer geschätzten Stromerzeugung von ca. 40 TWh etwas mehr als 7 % des Netto-Stromverbrauchs in Deutschland. Alle Erneuerbaren Energien (EE) kamen zusammen auf annähernd 39 %. Auch die Kosten sind immer weiter gesunken und sind heute günstiger als Strom aus Braunkohle.

Gründe genug, warum die Zahl der Verbraucher, die sich eine Solaranlage installieren, um damit ihren eigenen Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen, stetig steigt.

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Anlagendaten: Wissenswertes über die in Gevelsberg installierten PV-Systeme

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten, in der Praxis gemessenen Daten der in Gevelsberg installierten Solaranlagen. Grundlage der Datenanalyse in Gevelsberg sind 153 Photovoltaik-Anlagen. Dies entspricht der Anzahl der zum EEG zugelassenen Anlagen bis einschließlich 2015. Die Anlagendaten in Gevelsberg basieren auf den Meldedaten des Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH, der gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) verpflichtet ist, die von den Anlagenbesitzern übermittelten Ertrags- und Leistungsdaten zu veröffentlichen.

So viel PV-Strom erntet eine Solaranlage in Gevelsberg

In Deutschland werden im Durchschnitt mit 1 kWp Photovoltaik-Leistung 934 kWh/kWp Solarstrom pro Jahr erzeugt. Eine Familie könnte so bereits mit einer 5 kWp Photovoltaikanlage den eigenen jährlichen Stromverbrauch decken.

Wenn Sie in Gevelsberg wissen möchten, wieviel kW Sie benötigen, um so viel Strom zu erzeugen, wie Sie verbrauchen, müssen Sie nur Ihren Stromverbrauch pro Jahr durch 854.78 teilen!

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kWh/KW pro Jahr

854.78 kWh pro Kilowatt Peak und Jahr – das ist der während der letzten Jahre in der Praxis durchschnittlich in Gevelsberg gemessene Solarertrag, heruntergerechnet auf die Leistung von 1 kW. Zum Vergleich: Gemittelt über alle Solaranlagen in Deutschland wurden pro kWp 934 kWh Sonnenstrom gemessen.

Wieviel Kilowattstunden produziert meine Solarstromanlage?

In Gevelsberg produziert eine PV-Dachanlage im Durchschnitt 854.78 Kilowattstunden pro Kilowattp installierter Solarmodulleistung. Diesen Wert können Sie mit der Leistung Ihrer (geplanten) Anlage multiplizieren und vereinfachend als jährlichen Stromertrag ansetzen.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich eine Solaranlage in Gevelsberg zuzulegen, möchte wissen, ob es sich überhaupt lohnt, so viel Geld zu investieren. Um diese Frage zu beantworten, müssen die Anschaffungs- und Betriebskosten (z. B. Versicherung etc.) dem Stromertrag der Photovoltaikanlage bzw. den damit eingesparten Stromkosten und sonstiger Vergütung gegenübergestellt werden.

Eine solche Amortisationsrechnung erfolgt dann in der Regel über 20 Betriebsjahre und bezieht sowohl Strompreissteigerungen als auch die jährliche Degradation (Wirkungsgradverluste) der Solarmodule mit ein. Sind die aufsummierten Erträge höher als die Gesamtkosten der Solaranlage, so lohnt sich die Investition in die PV-Anlage und der Anlagenbetrieb wirft einen Gewinn ab.

Wie groß muss Ihr Dach für eine typische PV-Anlage in Gevelsberg sein?

Heute werden PV-Anlagen so konzipiert, dass sie besonders wirtschaftlich betrieben werden können. Das heißt, dass es nicht immer sinnvoll ist, das gesamte Dach mit Solarmodulen zu belegen, wenn es keinen Abnehmer oder Stromspeicher für einen möglichst hohen Eigenverbrauch gibt. Bei der Planung der Dachbelegung sollte zudem beachtet werden, dass bei Spitzdächern immer nur eine Dachseite belegt werden kann und auch Gauben und Dachfenster ausgespart werden müssen. Daher kann man im Gegensatz zu einer Flachdachanlage häufig nicht die gesamte Dachfläche für eine PV-Anlage einplanen. Beim Flachdach beschränkt hingegen hauptsächlich die Statik, wieviele Module installiert werden können.

In der Praxis geht man daher von den folgenden Faustregeln aus: Auf 10 m2 Dachfläche können auf einem Satteldach rund 1 kWp Leistung installiert werden. Auf einem Flachdach kann man hingegen mit 30 m2 pro 1 kWp kalkulieren.

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Ø pro Anlage: 37 Module

Im Schnitt liegt die Anlagenleistung in Gevelsberg bei 10.16 kWp. Um auf die Leistung einer durchschnittlichen PV-Anlage in Gevelsberg zu kommen, brauchen Sie etwa 37 moderne Solarmodule mit 60 Solarzellen und rund 275 Wattp.

Welchen Strombedarf deckt eine typische Solaranlage ab?

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kWh / Jahr

≙ 8 Personen

Mit einem Durchschnittsertrag pro Anlage von rund 8685.46 kWh können in Gevelsberg der Strombedarf von rund 8 Personen gedeckt werden.

Mit der Stromproduktion kleinerer Anlagen mit weniger als 10 kWP können sich rechnerisch eine Familie mit 3 bis 4 Haushaltsmitgliedern pro Jahr selbst mit Solarstrom versorgen.

In der Praxis ist die Höhe der Deckung des Eigenbedarfs jedoch vom Verbrauchsverhalten abhängig. Da nie der gesamte Solarstrom auch verbraucht werden kann, wenn die Sonne scheint, kalkuliert man - ohne Strom in Solarbatterien zwischen zu speichern - in etwa mit einem Beitrag von rund 30%. Mit einem Solarakku lässt sich der Eigenverbrauch hingegen auf rund 70% steigern!

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Wie viel Solarenergie kann man auf einem Hausdach ernten?

Die Sonne ist seit jeher die wichtigste Energiequelle des Menschen. Sie wird direkt genutzt, zum Beispiel zum Wärmen, Trocknen oder als Lichtquelle. Aber die Sonne ist auch für Wind, Wetter und fast jegliches Pflanzenwachstum verantwortlich. Mit der Verbrennung von Holz oder dem Einsatz von Windmühlen nutzt der Mensch die Sonnenenergie schon seit Langem auch indirekt.

Die direkte Nutzung der Sonne ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Hierzu zählen die Photovoltaik zur Stromgewinnung und die Solarthermie zur Wärmenutzung. phovo zeigt Ihnen im Folgenden, wie viel Energie sich mit einer Photovoltaikanlage in Gevelsberg aus den etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter Globalstrahlung im Jahr gewinnen und nutzen lässt.

Wieviel Energie steckt eigentlich in der Sonnenkraft?

Eine 10-kW-Solaranlage erzielt auf einem Dach in Gevelsberg durchschnittlich einen Stromertrag von 8547.8 kWh pro Jahr. Dies klingt erstmal unspektakulär. Rechnet man diese Energie jedoch in die Mengen an Heizöl, Erdgas oder Holz um, die zur Produktion einer solchen Energiemenge nötig wären, so kommt man schon ins Staunen, wie viel Energie in der Sonne steckt.

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kWh/Jahr

Solarstrom

  • ≙ 862L Heizöl
  • ≙ 855m3 Erdgas
  • ≙ 2035kg Holz

In Gevelsberg können Sie mit einer Solaranlage pro Jahr soviel Energie produzieren, wie in 862 Litern Heizöl, 855 m3 Erdgas oder 2035 kg Brennholz steckt.

Eine Wärmepumpe macht grünen Strom zu grüner Wärme

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kWh

Erdwärmepumpe

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Luftwärmepumpe

Aus 8547.8 kWh Strom macht eine Luftwärmepumpe jährlich etwa 25643 kWh Heizwärme. Eine Erdwärmeheizung schafft sogar 34191 kWh umweltfreundliche Ökowärme! Theoretisch könnten so je nach baulichem Effizienz-Standard des Hauses von 427 m2 im Neubaufall bis hin zu 100 m2 eines Altbaus ganzjährig klimafreundlich beheizt werden.

Jede moderne Wärmepumpe lässt sich heute so steuern, dass sie in Abstimmung mit anderen Verbrauchern oder einem Stromspeicher mit möglichst viel eigenem Solarstrom betrieben werden kann. Abhängig von der Energieeffizienz eines Gebäudes (altes Haus, teilsaniert, Effizienz- oder Passivhaus) reduziert sich der Strombedarf aus dem öffentlichen Netz um bis zu 70 %. Das bedeutet, dass je nach Sanierungszustand des Hauses, bis zu 70 % der für die Wärmepumpe benötigten Energie aus der Photovoltaikanlage stammen.

Das lohnt sich finanziell, dass der eigene Solarstrom günstiger ist als Wärmepumpenstrom. Und es lohnt sich ökologisch. Denn kein anderes Heizungssystem erzeugt so viel Heizenergie aus Strom wie eine Wärmepumpe.

Solarbatterie-Rendite: Einnahmen im Vergleich

Ein Stromspeicher (auch Solar- oder PV-Stromspeicher genannt) wird dazu eingesetzt, den Solarstrom, der von den Photovoltaikzellen auf dem Dach produziert wird, zu speichern, um diesen später zum Verbrauch im Haushalt wieder bereit zu stellen. Ein Stromspeicher besteht dabei aus einer Batterie bzw. einem Akku und einer Speicherregeleung, die das Laden und das Entladen des Speichers regelt.

Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt jedoch deutlich weniger ein, als sie selbst zu verbrauchen und damit Strom aus dem Netz zu sparen. Mit einem Stromspeicher können daher höhere PV-Strom-Einnahmen als ohne erzielt werden.

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ohne Speicher

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mit Speicher

Ohne PV-Batterie könnten Sie von Ihren 8547.8 kWh Solarstrom in Gevelsberg rund ein knappes Drittel selbst verbrauchen, der Rest (70 %) ginge dann ins Stromnetz. Mit Solarstrom-Speicher könnten Sie hingegen 70 Prozent selbst nutzen! Statt 1487 Euro pro Jahr würden Sie dann 2103 Euro dazuverdienen!

Treibhauswirksamkeit: So klimafreundlich ist Ihr Solarstrom

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kgCO2 / Jahr

= 353 Bäume

Lässt man die vergleichsweise geringe CO2-Belastung durch die Photovoltaik selbst - die Klimabelastung (Stand 2018) von etwa 40 g CO2-äquivalente Treibhausgase pro kWh Solarstrom stammt vor allem vom Strom, der zur Herstellung der Solarzellen erforderlich ist - außer Acht, so spart eine PV-Anlage in Gevelsberg etwa 4411 kg CO2 pro Jahr ein. Dies entspricht etwa dem CO2-Speicherpotenzial von 353 Bäumen.

Kohlekraftwerke sind für den Großteil der deutschen Stromsektoremissionen von jährlich 352 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich – mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Sie gefährden die Gesundheit etlicher Menschen und tragen zur globalen Erderwärmung bei.

Die Stromgewinnung mit Solarzellen ist dagegen deutlich klimaschonender, gemäß neuerer Studien (Stand 2018) setzen Solarzellen und -module im Durchschnitt nur rund 40 Gramm Kohlendioxid-Äquivalente pro erzeugter Kilowattstunde frei (CO2-Äq./kWhel). Der Wert für Öl ist mehr als zehn-mal höher, der von Braunkohle sogar mehr als fünfzehnmal (790 bzw. 1.080 g CO2-Äq./kWhel).

Sonne im Tank: Das Elektroauto mit eigenem Solarstrom beladen

Immer mehr Deutsche fahren ein Elektroauto. Betankt mit Ökostrom, bewegt man sich ganz umweltfreundlich von A nach B. Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage in Gevelsberg besitzt, der kann bequem seinen eigenen Solarstrom verwenden und die Rentabilität der Fotovoltaikanlage weiter steigern.

Mit einer privaten Ladestation können Sie direkt am PKW-Stellplatz Ihr Elektro-Auto tagsüber mit den Überschüssen der PV-Anlage aufladen. Ist in Verbindung mit der PV-Anlage ein Stromspeicher installiert, können Sie den tagsüber gespeicherten PV-Strom auch dazu nutzen, Ihr Elektrofahrzeug über Nacht aufzuladen.

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km/Jahr

Tesla Model S

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Renault ZOE

Mit einem elektrisch betriebenen Wagen (z. B. Renault Fluence Z.E., Sion, Tesla Model 3 oder Kia Soul EV PLAY) können Sie mit Ihrem Solarstromertrag von 8547.8 kWh bis zu 58547 km fahren. Mit einem größeren E-Auto wie z. B. dem Tesla Model S oder Nissan Leaf kommen Sie jährlich auf eine Reichweite von 35321 km.

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Quellenangaben: Herkunft & Erklärungen zum Solarstromprofil

Alle hier ausgewerteten Leistungswerte und Ertragskennzahl beruhen auf den meldepflichtigen EEG-Anlagen, die von den Übertragungsnetzbetreibern Tennet TSO, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW veröffentlicht wurden. Die DGS hat diese Daten bis einschließlich zum August 2015 zusammengeführt, die Daten validiert und auf Fehler geprüft. phovo.de hat diese Daten wiederum entsprechend der Postleitzahl zu den jeweiligen Städten und Gemeinden zusammengeführt. Für die Richtigkeit oder fehlerhafte Werte übernimmt phovo.de keinerlei Gewähr oder Haftung.

phovo.de hat insgesamt 1.256.789 EEG geförderte Anlagen zur Stromerzeugung in Deutschland in die dargestellten Solarprofile einbezogen. In Gevelsberg wurden die Leistungsdaten und Ertragswerte von insgesamt 153 Solaranlagen berücksichtigt. Hiervon produzierten 153 Solaranlagen auf bzw. an Gebäuden oder auf Freiflächen PV-Strom.

Die Ertragskennzahl "kWh/kW" bezieht sich auf alle Betriebsjahre einer Solaranlage bis 08/2015 exklusive des Jahres der Inbetriebnahme. Dieser Kennwert kann daher als Minimal-Wert verstanden werden, da sich durch technischen Fortschritt der Ertrag pro installiertem kW Leistung tendenziell verbessert. Weicht der in Gevelsberg dargestellte kWh-kW-Wert zu mehr als 50% vom landesweiten Durchschnitt ab, so ist der Datensatz suspekt. Meist liegen hier Tippfehler in den Stammdaten vor oder die Anlagen werden mit dem falschen Typ ("Solarstrom" anstelle von "Windkraft" o.ä.) dokumentiert.

Die dargestellte Verteilung der Anlagengröße nach Kilowatt-Leistung bezieht sich auf die gemeldete Leistung von 153 Solaranlagen in Gevelsberg. Je nach Anzahl der Freiflächenanlagen und auch dem zukünftigen Zubau an größeren PV-Anlagen kann die hier dargestellte Leistungsverteilung von Photovoltaik-Anlagen in Gevelsberg nur als eine Momentaufnahme verstanden werden.

Um die benötigte Modulfläche zu ermitteln, wird die Länge mal Breite des gewünschten Modules benötigt. Z. B. haben Module mit 275 Wp häufig eine Größe von rund 1,3 m2. Teilt man 1000 Watt durch die Modulleistung, ergibt sich ein Bedarf von 3,6 Modulen. Da nur ganze Module verwendet werden können, rechnet phovo.de hier mit 4 Solarmodulen pro kW Solarleistung. Werden Module mit geringerer Leistung verwendet, so steigt selbstverständlich die benötigte Anzahl an Solarmodulen.

Ein Einpersonenhaushalt hat einen anderen Stromverbrauch als eine Großfamilie. Der Stromverbrauch hängt darüber hinaus auch von der Ausstattung mit Elektrogeräten und Lampen, dem Nutzerverhalten, von der Art der Wassererwärmung - die elektrische Warmwasserbereitung verbraucht mit etwa 500 Kilowattstunden pro Person viel mehr Strom als mit einer Zentralheizung - und von der Wohnfläche ab. Daher sind wir in unserem Vergleich der durchschnittlich mit einer Solaranlage pro Jahr erzielten Strommenge in Gevelsberg und dem privaten Stromverbrauch vereinfachend von 1.000 kWh pro Person ausgegangen.

Laut Energieerhaltungssatz kann Energie nicht verloren gehen, sondern nur in andere Energieformen umgewandelt werden. Elektrische (Sonnen-)Energie kann dabei in alle anderen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise in Wärmeenergie, und einfach über Stromleitungen transportiert werden. Wieviel Energie in der Sonnenkraft steckt, wird zwar durch kWh ausgedrückt, anschaulicher ist aber ein Vergleich mit physisch erfassbaren Energien wie Öl, Gas oder Holz. Daher haben wir die Sonnenkraft einer 10 kW-Anlage in Gevelsberg mit den Heizwerten für Gas (10 kWh/m3), Heizöl (11,8 kWh/m3) und Brennholz (4,2 kWh/m3) umgerechnet.

Ein- und Mehrfamilienhäuser werden in Deutschland zum Großteil noch mit Gas- und Ölheizungen beheizt. Bei den neu genehmigten Wohngebäuden nehmen Erdwärme- und Luftwärmepumpen jedoch einen immer größeren Anteil ein und zählen mittlerweile zu den beliebtesten Heizsystemen. Aus gutem Grund: Denn Sie machen aus 1 kWh Solarstrom und Zuhilfenahme von Luftwärme 3 Mal und mit Erdwärme 4 Mal so viel CO2-freie Wärme. Sie sind damit nicht nur energieeffizient, sondern verursachen auch nur sehr geringe Heizkosten. Um diesen positiven Zusammenhang zu illustrieren, haben wir die in Gevelsberg von einer durchschnittlichen 10 kW-Solaranlage jährlich produzierten 8547.8 kWh Solarstrom in Wärme einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 umgerechnet und daraus die beheizbare Wohnfläche bei 70 kWh/m2a (Niedrigenergiehaus) und 300 kWh/m2a (nicht sanierter Altbau) berechnet.

In unserer Darstellung zum wirtschaftlichen Nutzen einer Solaranlage mit und ohne Stromspeicher wurde angenommen, dass man mit einem Stromspeicher auf einen Eigenverbrauch von rund 70% kommt. Ohne Stromspeicher lassen sich etwa 30% des eigenen PV-Stroms selber nutzen. Der jeweils nicht selbst genutzte Reststrom wird dann ins Netz eingespeist. Der selbst verbrauchte Strom wurde hier mit einem Haushaltsstrompreis von 30 Cents bewertet und der Reststrom mit einer Einspeisevergütung von 12 Cents.

Die CO2-Emissionen pro kWh unterscheiden sich je nach Brennstoff. Wird aus Braunkohle Strom erzeugt, so wird rund doppelt so viel Kohlendioxid bezogen auf den Energiegehalt emittiert wie bei der Verbrennung von Erdgas. Hinzu kommen graue Emissionen für die Förderung oder Transport. Zur Bestimmung, wieviel CO2 pro kWh Solarstrom in Gevelsberg eingespart wird, haben wir daher den auf einem Erzeugungsmix beruhenden UBA-Wert für 2016 von 516 g CO2 pro kWh angenommen. Die CO2-Emissionen pro kWh PV-Strom wurden vereinfachend mit 0 g CO2 pro kWh bewertet. Zur Veranschaulichung der eingesparten Menge an CO2 pro kWh wurde exemplarisch das CO2-Aufnahmepotenzial einer Buche angesetzt, die pro Jahr rund 12,5 kg CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und im Holz speichern kann.

Elektroautos werden immer beliebter. Gerade in Kombination mit einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach in Gevelsberg bieten sie eine hervorragende Möglichkeit, den Eigenstromverbrauch und somit die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage zu verbessern und zugleich umweltfreundlich und günstig Auto zu fahren. Daher haben wir exemplarisch den Stromverbrauch eines Elektro-Kleinwagens, der häufig für kurze Fahrten als Zweitwagen eingesetzt wird, und einer Oberklassen-Limousine als Beispielreferenz ausgewählt. Zur Berechnung der Reichweite wurden ein Verbrauch von 13 kWh und beim größeren Elektro-Modell 20 kWh pro 100 km angesetzt.